Nach einer grundlegenden Umgestaltung ist der Kinderspielplatz Carl-Legien-Straße im Osnabrücker Stadtteil Schinkel ab sofort wieder bespielbar, auch wenn der Rasen noch nicht richtig angewachsen ist. In den vergangenen Monaten wurde die in die Jahre gekommene Anlage umfassend modernisiert und umgestaltet.
Viel Wert auf Barrierefreiheit gelegt
Der rund 3.750 Quadratmeter große Platz, der geschützt zwischen den Gärten der Mehrfamilienhäuser und dem Feuerwehrhaus Belmer Straße liegt, ist in der Öffentlichkeit bekannt und wurde im Rahmen des Programms „Sozialer Zusammenhalt Schinkel“ aufgewertet. Beauftragt mit der Planung war das Büro Wiebold Landschafts-Architektur, und die Firma Boymann aus Glandorf übernahm die Umsetzung der Arbeiten. Die Planung basierte auf einem umfassenden Beteiligungsverfahren, das beim Stadtteilfest am Heinz-Fitschen-Haus, in einer Onlineumfrage für Anwohnende sowie in Gesprächen mit Kindern und Jugendlichen im Heinz-Fitschen-Haus bereits 2024 durchgeführt wurde. Die Nähe zum Feuerwehrhaus hat bei der Gestaltung der Spielgeräte eine große Rolle gespielt: Entstanden ist ein barrierefrei zugängliches Feuerwehrauto mit vielseitigen Spielmöglichkeiten wie Klettern, Rutschen, Lenken, ein Feuerwehr-Spielhäuschen sowie ein Sprungtuch als Hängematte, dass von vier Feuerwehrleuten aus Holz gehalten wird. Die Sandfläche mit Schaukel, Drehwirbel und Bagger und Schwengelpumpe runden das Angebot für kleinere Kinder ab. Da sich der Platz über unterschiedliche Höhenniveaus erstreckt, wurde großen Wert auf Barrierearmut gelegt. Wege mit maximal sechs Prozent Gefälle sorgen für eine gute Zugänglichkeit. Sandsteinblöcke, die den Hang abfangen, dienen auch als Sitzgelegenheiten.
Für jede Altersgruppe ausgelegt
Der Bolzplatz wurde durch ein multifunktionales Spielfeld ersetzt. Die beiden bestehenden Fußballtore wurden durch zwei Basketballkörbe ergänzt. Der Platz hat nun eine neue Oberfläche sowie Markierungen für beide Sportarten. Zwei Tischtennisplatten runden das sportliche Angebot ab. Für ältere Kinder gibt es eine Kletterspielanlage: Ein rotes „Ninja-Frame“ mit vielseitigen Hindernissen zum Klettern, Hangeln und Schwingen, der bereits von der Thomasburgstraße Ecke Carl-Legien-Straße aus gut sichtbar ist und auf den modernisierten Platz hinweist. Zudem gibt noch Freiflächen für ungezwungenes Spielen und Picknickmöglichkeiten.
Kosten durch Fördermittel gedeckt
In der Stadt Osnabrück gibt es 200 öffentliche Kinderspielplätze, 42 öffentliche Bolzplätze, den Skatepark an der Liebigstraße, die Scooteranlage im Hasepark und einen Dirtpark an der Vehrter Landstraße. Die Kosten von rund 510.000 Euro wurden aus Fördermitteln für das Sanierungsgebiet „Sozialer Zusammenhalt Schinkel“ gedeckt. Die Städtebauförderung ist als gemeinschaftliche Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen eines der wichtigsten und erfolgreichsten Instrumente der Stadtentwicklung. Die Spiel- und Bolzplatz Eröffnung findet im Rahmen des bundesweiten Aktionstag statt, der eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, der Länder, des Deutschen Städtetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes zur Stärkung der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei Vorhaben der Städtebauförderung ist. Die Wirkung der Städtebauförderung reicht dabei über rein städtebauliche Veränderungen hinaus. Sie unterstützt Kommunen, Stadtteile und Quartiere lebendiger und nachhaltiger zu gestalten, den sozialen Zusammenhalt zu stärken sowie die Infrastruktur zu erneuern. Dabei steht im Mittelpunkt, die Attraktivität der Städte zu erhöhen und die Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner zu verbessern.
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