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Startseite AktuellMusik mal anders: Die Osnabrücker-AMEOS Musikanten
AktuellOsnabrück

Musik mal anders: Die Osnabrücker-AMEOS Musikanten

von Tatjana Rykov 4. Dezember 2019
von Tatjana Rykov 4. Dezember 2019
Die Band "Level 6" zeigt während des Auftritts auf dem Weihnachtsfest der Patienten, unter der Leitung von Egbert Meer (rechts), was sie zu bieten hat.
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Für viele Menschen ist Musik ein Ausweg aus dem Alltag und eine Möglichkeit sich zu entspannen – egal ob man selbst Musik macht oder nur zuhört. Für die Patienten des AMEOS-Klinikums ist Musik mehr als das: Sie gibt ihnen Kraft und eine Möglichkeit über sich hinauszuwachsen. Die Band „Level 6“ startete im Jahr 2005 als Therapieangebot und ist heute schon lange bühnenreif.

Es ist Mittwoch und die Patienten des AMEOS-Klinikums wissen was das heißt: Heute ist  Bandprobe! Im Keller des Hans-Peter-Kitzig-Hauses, am Gertrudenring 5, versammeln sich an diesem Wochentag Patienten aller Altersgruppen. Ihre Gemeinsamkeit ist die Leidenschaft für Musik. Einige von ihnen kommen in den Musikkeller, um zuzuhören, andere wiederum, um tatkräftig mitzuspielen. Sie genießen ihre Zeit, denn für einige der Bandmitglieder ist dies die einzige Möglichkeit, ihre Station zu verlassen. Aufnahmen der Band „Level 6“ können sich mittlerweile sehen lassen. Gemeinsam haben sie bereits zwei CDs aufgenommen, die dritte ist momentan in Planung. Die Band tritt regelmäßig vor einem Live-Publikum auf, wie etwa am heutigen Mittwoch, den 4. Dezember, während des Weihnachtsfests der Patienten.

Von einem Profi dirigiert

Dirigiert wird die Band von Egbert Meer, dem dienstältesten Ergotherapeuten des Klinikums. Er animiert die Zuschauer zum Mitmachen, gibt die richtigen Töne vor und ermutigt die Patienten, sollte etwas nicht so laufen wie geplant. Die kreative Musiktherapie wurde vor fast 15 Jahren von Meer unter dem Namen „Level 6“ initiiert, da die Musikgruppe zu diesem Zeitpunkt sechs Mitglieder hatte. „Musiktherapie soll Produktivität und Anteilnahme der Patienten fördern. Hier können sie sich ganz anders erleben und ihre Freizeit abwechslungsreicher gestalten“, erzählt Meer. „Musik lässt einen Prozess der Gemeinsamkeit entstehen, in dem man lernen kann zuzuhören und Rücksicht auf andere zu nehmen.“ Das Musizieren ist für den Ergotherapeuten eine Herzensangelegenheit, er selbst spielt seit einem langen Zeitraum Gitarre, singt und war Mitglied in mehreren Musikgruppierungen.

Musik schafft Begegnungen und Möglichkeiten

Die Anzahl der Bandmitglieder schwankt allerdings wöchentlich. „Manchmal kommen sieben Patienten vorbei, manchmal auch nur drei“, führt Meer aus. Momentan habe die Band drei feste Mitglieder und zwei Anleiter, darunter Meer und seine Kollegin Inken Bergmann. Sie arbeitet seit Oktober dieses Jahres im AMEOS-Klinikum und nimmt regelmäßig an Bandproben teil. „Gerade am Anfang war es sehr interessant, die Teilnehmer dabei zu beobachten, Musik zu machen und mit anderen Menschen zu interagieren. Auch mit Besuchern, die keine Patienten sind. Die Musiktherapie ermöglicht ihnen eine geregelte Tagesstruktur und der Spaßfaktor kommt natürlich auch nie zu kurz.“ Patienten können sich unter anderem an Gitarre, Keyboard und Schlagzeug ausprobieren und Alltagsprobleme für zwei Stunden hinter sich lassen.

Vorkenntnisse sind nicht wichtig, Teilnahme schon

Für Bernhard Feldmann, Patient der forensischen Station, hat Level 6 daher einen hohen Stellenwert: „Nach der Bandprobe geht es mir immer viel besser, hier kann ich mich etwas entspannen und an meinem Gesang arbeiten.“ Vor seiner Zeit im AMEOS-Klinikum hat Feldmann weder im Chor, noch in einer Gruppe gesungen. „Am Anfang mochte ich meine Stimme nicht, ich habe höchstens alleine oder für meine Kinder gesungen“, erzählt das Bandmitglied. Der Anstoß, an der Band teilzunehmen, kam von Meer. Er habe ihn dazu ermutigt, zunächst während der Proben zuzugucken und schließlich aktiv daran teilzunehmen. „Wenn ich der Therapie eine Note geben könnte, dann wäre es eine Eins. So ein Angebot gibt es bestimmt nicht überall.“

Musik wird zur Ersatzdroge

Dass die Therapie Wirkung zeigt und Anklang findet, zeigt sich auch an ehemaligen Patienten, die nach ihrer Entlassung zu Bandproben erscheinen und bei Auftritten mitwirken. Darüber freut sich Meer besonders: „Es ist schön zu sehen, dass einige auch nach ihrer Entlassung zurückkommen, um mit uns zu spielen. Schließlich ist es so, als würden sie nach ihrem Maßregelvollzug in ihr Gefängnis zurückkehren.“ Niko Lider, der bereits vor mehreren Jahren aus dem Klinikum entlassen wurde, ist einer dieser Wiederkehrer. Während seiner Kindheit in Kasachstan hat er eine musikalische Ausbildung abgeschlossen und singt heute noch russische Lieder bei Auftritten von Level 6. Gemeinsam mit Meer hat er die Band gegründet und aufgebaut. „Alleine Musik zu machen, macht keinen Spaß. In unserem Proberaum können wir gemeinsam an uns arbeiten und über uns hinauswachsen, wenn uns sonst alles zu viel wird“, erklärt Lider. „Ich habe es geschafft, Drogen gegen Musik auszutauschen, richtig kommunizieren zu lernen und anders mit Rückschlägen umzugehen“, schließt der ehemalige Patient das Gespräch.

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Tatjana Rykov

Tatjana Rykov startete im Sommer 2019 mit einem Praktikum bei der HASEPOST. Seitdem arbeitete sie als freie Mitarbeiterin für unsere Redaktion. Nach ihrem Bachelor in Geschichte und Soziologie an der Universität Osnabrück ist sie seit 2023 wieder fest im Redaktionsteam. Derzeit schließt sie ihren Fachmaster in Neuste Geschichte an der Uni Osnabrück ab. Privat trifft man sie oft joggend im Park oder an ihrer Staffelei.

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