# Mordfall Fabian: Vater unter Verdacht der Falschaussage Datum: 13.05.2026 13:48 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/mordfall-fabian-vater-unter-verdacht-der-falschaussage-712408/ --- Im Mordprozess um den achtjährigen Fabian ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen seinen Vater. Im Mordprozess um den achtjährigen Fabian aus Güstrow hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen den Vater des Jungen eingeleitet. Der Vorwurf der Falschaussage steht im Raum, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten. Fabians Vater, Matthias R., soll bei seiner Aussage vor Gericht nachweislich falsche Angaben gemacht haben. Eine Sprecherin des Landgerichts sagte, der Vorwurf betreffe nur einzelne Aussagen, die R. als Zeuge gemacht habe. Im Hauptprozess gilt er weiterhin als Zeuge und nicht als Verdächtiger. Kommt es zu einem Verfahren wegen Falschaussage, würde dieses getrennt vom Hauptprozess stattfinden, voraussichtlich erst nach dessen Ende. Im Hauptprozess ist weiterhin die Ex-Partnerin von Matthias R. angeklagt. ## Beziehungsdrama als Mordmotiv vermutet Ihr wird vorgeworfen, Fabian im Oktober 2025 mit einem Messer getötet zu haben. Laut Anklage soll das Beziehungsende eine Rolle gespielt haben, wobei die Staatsanwaltschaft auch auf die finanziellen Folgen für die Frau verwies. Oberstaatsanwalt Harald Nowack berichtete von heftigen Reaktionen nach der Aussage des Zeugen R. Viele fragten sich, wie ein Zeuge seine Darstellung derart verändert habe. Irritation löse auch aus, dass der Vater des Opfers trotz Nebenklägerrechten keine Akteneinsicht nehme und inzwischen eine Beziehung zur Angeklagten habe. Nowack sagte zu den mutmaßlichen Motiven: „Sie wollte die Beziehung wieder aufbauen und sie wollte auf jeden Fall, dass dieser Zeuge keinen Kontakt mehr zu der Mutter hat.“ Die Frau sei „eine sehr ungeduldige Person“. In den ersten drei Tagen nach dem Verschwinden des Jungen seien rund 90 Sprachnachrichten von Gina H. an Matthias R. gegangen – überwiegend mit der Aufforderung, zu ihr zu kommen und bei ihr Trost zu suchen. ### Zeuge unter Druck wegen Falschaussage Aus Sicht der Anklage sei „ihr Kalkül vollständig aufgegangen. Alle Ziele sind erreicht worden.“ Zudem gebe es „einige Punkte, die nachweislich falsch vom Zeugen vorgetragen wurden“. Deshalb habe man ein Verfahren gegen R. wegen des Verdachts der Falschaussage eingeleitet. Am dritten Verhandlungstag hatte der zuständige Richter erneut den Fokus auf die zeitweilige Beziehung zwischen Fabians Vater und der des Mordes angeklagten 30-Jährigen gelegt. Richter Holger Schütt sagte: „Ich möchte nur die Wahrheit wissen“ und erinnerte den Zeugen wiederholt an seine Pflicht, wahrheitsgemäß auszusagen. Auch Staatsanwalt Nowack hatte Matthias R. ermahnt, er müsse die Wahrheit sagen – andernfalls werde er Ermittlungen gegen ihn einleiten. Bei der Befragung ging es etwa darum, mit wie viel Geld Fabians Vater die Angeklagte während der Beziehung unterstützte. ### Behörden prüfen die nächsten Schritte Im Vergleich zu abgespielten Chat-Nachrichten oder vorhergehenden Aussagen gegenüber der Polizei relativierte der Vater die finanzielle Unterstützung. Mittlerweile sollen die Angeklagte und der Vater des ermordeten Jungen wieder ein Paar sein. Die Ermittlungen im Fall des getöteten Fabian könnten einen wichtigen Schritt vorangekommen sein. Wie Richter Holger Schütt sagte, hat die Polizei ein Messer gefunden, das im Dezember 2025 in Güstrow entdeckt und vom Vater gemeldet worden war. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob es sich um die Tatwaffe handelt, die bisher nicht gefunden wurde. Der Messerfinder soll im Prozess als Zeuge gehört werden. Am Mittwoch wurden noch mehrere Zeugen, darunter die Klassenlehrerin des getöteten Achtjährigen aus Güstrow und die Mutter eines Freundes von Fabian gehört. Auch zwei Schulfreunde des Jungen will das Landgericht anhören, um sich ein umfassendes Bild über die Verhältnisse rund um den getöteten Achtjährigen machen zu können. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück