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Startseite AktuellIn Stadt und Landkreis Osnabrück werden bald „Mobile Retter“ per Smartphone zur Hilfe gerufen
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In Stadt und Landkreis Osnabrück werden bald „Mobile Retter“ per Smartphone zur Hilfe gerufen

von Bianka Specker 4. Mai 2017
von Bianka Specker 4. Mai 2017
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Das Projekt „Mobile Retter“ wurde 2013 in Gütersloh bundesweit erstmalig als Pilotprojekt eingeführt und soll nun auch in der Stadt und im Landkreis Osnabrück etabliert werden.

Bei einem Herz-Kreislaufstillstand zählt jede Sekunde.

Mit dem Projekt der „Mobilen Retter“ wird der therapiefreie Intervall zwischen dem Eintritt des medizinischen Notfalls und dem Eintreffen des Rettungsdienstes wesentlich verkürzt, so dass nicht nur schwere und irreversible Schädigungen des Gehirns durch den zu langen Sauerstoffmangel vermieden werden können, sondern auch die Überlebenschancen der Notfallpatienten erheblich gesteigert werden.

Bei einem Notruf mit Herz-Kreislauf-Stillstand löst der Disponent der Leitstelle neben dem Alarm für den Regelrettungsdienst auch eine Alarmierung über die „Mobile Retter“ App aus.

Mobile Retter, ASB, Osnabrück

Bereit schnell zu helfen:
Das Team von ASB- Rettungssanitäterin Lisa Hinzmann und Notfallsanitäter Christian Seja.

Helfer in der Nähe werden per Smartphone kontaktiert

Mit der Einführung des innovativen smartphone-basierten Alarmierungssystems im Raum Osnabrück kann ein sich zufällig in der Nähe befindlicher Mobiler Retter kontaktiert werden, der sofortige lebensrettende Maßnahmen einleiten kann.

Dem Projekt kommt große Bedeutung zu, da in den offiziellen Leitlinien des European Resuscitation Council (ERC) zur kardiopulmonalen Reanimation (CPR) der Einsatz „intelligenter Alarmierungssysteme für Ersthelfer“ empfohlen wird.

Vielfältige Unterstützung in der Region

Das Mobile Rettersystem wird von Hilfsorganisationen (Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Arbeiter Samariter Bund, Johanniter Unfallhilfe, DLRG) sowie von Feuerwehren im Landkreis und in der Stadt Osnabrück getragen und wesentlich durch die Ausbildung der 70 Trainer unterstützt.

Sparkassenstiftung hilft bei der Finanzierung

Die Hilfsorganisationen und Feuerwehren im Raum Osnabrück sorgen für die Ausbildung der 70 Trainer und führen die Qualitätsprüfungen durch, die finanzielle Unterstützung erhalten sie durch die Sparkassenstiftung, Nancy Plaßmann überreichte für die Sparkasse den Scheck über 50.000 Euro. Das Geld wird vor allem für die kostenintensive Ausbildung und das notwendige medizinische Übungsmaterial, sowie die Ausstattung der Mobilen Retter genutzt.

Mobile Retter

Einen Scheck über 50.000 Euro gab es von der Sparkassenstiftung.

Wo ist der Unterschied zum First Responder-System?

Die Mobilen Retter stellen eine wichtige stärkende Ergänzung der Rettungskette dar, es werden keine Änderungen an der bisherigen Kette des Rettungsdienstes vorgenommen. Die bereits seit vielen Jahren gut ausgebaute und hochqualifizierte „First-Responder“ Strukturen (der sogenannte Sanitäter vor Ort), welche durch Hilfsorganisationen ehrenamtlich betrieben werden, erfährt durch den Mobilen Retter zusätzliche Unterstützung. „Der Mobile Retter stellt nun eine Ergänzung zum etablierten System dar, wobei dieser nur bei Herz-Kreislauf-Stillstand alarmiert wird“, so Bärbel Rosensträter, Leiterin des Fachdienstes Ordnung. Der Mobile Retter ist als ein First-Responder 2.0 zu sehen, eine sinnvolle Erweiterung des bestehenden Systems.

System prüft: Ist ein Mobiler Retter zufällig in der Nähe?

Der Mobile Retter reduziert die Zeit des therapiefreien Intervalls.

Bei Alarmierung seitens der Regionalleitstelle Osnabrück wird systemseitig geprüft, welcher Mobile Retter sich in unmittelbarer Nähe zum Notfallort aufhält. Daraufhin wird der geschulte und registrierte Ersthelfer per App alarmiert und zum Einsatzort gerufen.
Dort kann er, mit Hilfe von Beatmungsmaske und Einmalhandschuhen, die Herz-Druck Massage durchführen.

Landrat Dr. Michael Lübbersmann, Christian Seja

Landrat Dr. Michael Lübbersmann frischt seine Kenntnisse in Erster Hilfe unter Anleitung von Notfallsanitäter Christian Seja (ASB) auf.

Wer kann Mobiler Retter werden?

I

m Raum Osnabrück leben zahlreiche medizinische Experten, die bei der Reanimation von Patienten elementar helfen könnten und auch Soforthilfe leisten würden, wenn sie von dem Notfall in ihrer direkten Umgebung wüssten.

Als Eingangsqualifikation wird eine Tätigkeit empfohlen als:

  • Sanitäter/-in einer Hilfsorganisation
  • Betriebssanitäter/-in
  • Krankenschwester/ Krankenpfleger
  • Arzthelferin
  • Feuerwehrmann/-frau
  • Rettungssanitäter/-in / -assistent/-in
  • Notfallsanitäter/-in
  • Arzt oder Ärztin
  • Polizist/ Polizistin
  • Einsatzersthelfer Alpha/ Bravo

Erwünscht ist also eine medizinische Ausbildung oder eine berufliche Tätigkeit, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Einbindung in rettungsdienstliche Abläufe führt.

Die Tätigkeit als Mobiler Retter ist ab dem 18. Lebensjahr möglich. Eine Vergütung erfolgt nicht, der Einsatz ist ehrenamtlich und erfolgt aus einem außerordentlichen, bürgerschaftlichen Engagement heraus.

Juristisch hat der Ersthelfer den Status eines Verwaltungshelfers inne und ist bei seinem Einsatz über den Betreiber, der Regionalleitstelle Osnabrück, versicherungsrechtlich geschützt.

Die App, der zentrale Baustein des Konzepts

Der Mobile-Retter-Server der Leitstelle ortet vollständig automatisiert den zum Einsatzort nächst verfügbaren professionellen Ersthelfer. Mit der Bestätigung der Einsatzübernahme auf dem Smartphone erhält der Ersthelfer – ebenfalls automatisiert und mit einer komplexen Verschlüsselungstechnologie geschützt – die Einsatzdaten und wird mit seiner Mobile-Retter-App zum Einsatzort navigiert.

Die Bereitschaftszeiten werden in der App angeben, es gibt eine „Pausenfunktion“, der Ersthelfer gibt seine Bereitschaftszeiten selber vor, so dass er nicht permanent und rund um die Uhr einsatzbereit sein muss.

Nach dem Einsatz findet eine sogenannte Einsatznachsorge statt, dem Mobilen Retter wird das Gespräch angeboten, um den eventuellen Bedarf der Aufarbeitung der Geschehnisse abzudecken.

Ziel ist es 1000 Mobile Retter für den Raum Osnabrück zu gewinnen, der Start des Echtbetriebes erfolgt im Juli 2017.

Eine Anmeldung zu einer Trainingsveranstaltung kann zukünftig über die Homepage www.mobile-retter.de erfolgen. Hier werden auch die Trainingsgebiete bekannt gegeben. Weitere Informationen sind erhältlich bei Matthias Hartmann, Email: mobile-retter@lkos.de

Um noch effektiver sein zu können, wäre es hilfreich, wenn die Mobilen Retter bei einem Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand auf einen AED (automatischen externen Defibrillator) zugreifen könnten: Die Leitstelle der Region Osnabrück für Rettungsdienst und Feuerwehr braucht deshalb die Mithilfe der Bevölkerung, um bei Notfällen in der Nähe von AED Geräten auf diese Geräte hinweisen zu können.

Da wichtige Informationen der Firmen, die ein solches Gerät besitzen, benötigt werden, z.B. der genaue Standort des AED (z.B. Hausmeisterraum) wird gebeten, das Formular auf der Webseite der Regionalleitstelle Osnabrück auszufüllen.

AED Standort Formular: http://www.lst-os.de/service/meldebogen-aed-standorte.html

Das Konzept hat sich im Einsatz bewährt

In Gütersloh wurden nach der Einführung des Systems des Mobilen Retters im Jahr 2013 bereits große Erfolge verbucht, dort kamen die 550 Mobilen Retter auf insgesamt 800 Einsätze und konnten so die Effektivität des Mobilen Retter Systems unter Beweis stellen:

Die Einsatzzeit eines Mobilen Retters betrug im Durchschnitt im Juli 2016 lediglich 4 Minuten und auch der Einsatzabstand der Ersthelfer konnte aufgrund des Netzes der Mobilen Retter auf ca. 1600 Meter reduziert werden!

So lautete am Mittwochabend, nach der Vorstellung des smartphone-basierten Systems der qualifizierten Ersthelfer, das Resümee von Landrat Michael Lübbersmann:

„Die Mobilen Retter sind ein wichtiger Baustein für eine schnelle Versorgung“

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Bianka Specker

Bianka Specker studierte Rechtswissenschaften mit Schwerpunkt Wirtschaftsstrafrecht an der Universität Osnabrück, lebte mit Mann und Tochter lange Zeit im Taunus und zog mit Familie wieder in die schöne Stadt Osnabrück. Heute arbeitet sie in einer Unternehmensberatung und schreibt nebenbei für die Hasepost.

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