# Ministerin fordert wegen Ebola mehr deutsche Entwicklungshilfe-Gelder Datum: 27.05.2026 17:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/ministerin-fordert-wegen-ebola-mehr-deutsche-entwicklungshilfe-gelder-716693/ --- Angesichts der Ebola-Krise fordert Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) eine stärkere deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Gesundheitsbereich. Kürzungen bei der internationalen Zusammenarbeit für Gesundheit gefährdeten nach ihren Worten Menschenleben, zugleich sei jeder zusätzliche Euro eine Investition in den globalen Schutz vor Pandemien. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) sieht angesichts der Ebola-Krise einen steigenden Bedarf an Entwicklungshilfe im Gesundheitssektor. Der Ebola-Ausbruch zeige sehr deutlich, dass Kürzungen bei der internationalen Zusammenarbeit für Gesundheit Menschenleben gefährdeten, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). ## Forderung nach stärkerer Unterstützung Alabali Radovan betonte, sie freue sich über die Unterstützung aus dem parlamentarischen Raum für das Ziel, die deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Gesundheitsbereich zu stärken. Wörtlich sagte sie der „Rheinischen Post“: „Jeder zusätzliche Euro in Vorsorge und Behandlung rette Menschenleben vor Ort und sei zugleich eine Investition in den Schutz von uns allen in der globalisierten Welt.“ Zuvor hatte Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mit Blick auf die Ausbreitung des Ebola-Virus eine deutliche Aufstockung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gefordert. Der Bundestag hat bei den Ausgaben des Bundes das letzte Wort. ### Investitionen in Pandemievorsorge Alabali Radovan erklärte weiter, dass die deutsche Entwicklungszusammenarbeit schon seit vielen Jahren in die Pandemievorsorge in Zentralafrika investiere. Die Präventionsarbeit zahle sich nach ihren Worten jetzt aus. Man sei vor Ort sehr gut vernetzt und könne zusätzliche Hilfsmaßnahmen schnell über bestehende Projekte umsetzen, sagte sie der „Rheinischen Post“. ### Rückläufige ODA-Quote Die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit sind zuletzt wieder gesunken. Das Ziel für die sogenannte „ODA-Quote“ für öffentliche Entwicklungsleistungen, das 1970 von der UN-Generalversammlung vereinbart wurde, soll ein Mindestmaß an globaler Entwicklungshilfe garantieren. Es besagt, dass die entwickelten Länder 0,7 Prozent ihres Bruttosozialprodukts für Entwicklungsleistungen zur Verfügung stellen sollen. 2015 wurde die Vorgabe auch in den UN-Entwicklungszielen verankert. In Deutschland lag die ODA-Quote 2024 bei 0,67 Prozent. 2026 soll sie auf 0,52 Prozent sinken und 2029 nur noch 0,43 Prozent betragen. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück