# Meta zu 25 Milliarden Dollar Strafe verurteilt Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-21T21:02:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-21T21:02:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/meta-zu-25-milliarden-dollar-strafe-verurteilt-769081/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Ein Richter im US-Bundesstaat New Mexiko hat Meta, den Mutterkonzern von Facebook, Instagram und WhatsApp, zu einer Milliardenstrafe verurteilt. Eine Jury hatte das Unternehmen zuvor der Täuschung über Datensammlung und -schutz für schuldig befunden. Die Strafe wurde auf 25 Milliarden Dollar festgesetzt. ## Vorwurf der systematischen Täuschung Die Geschworenen-Jury hatte Meta im September für schuldig befunden, die Bürger New Mexicos über die Art und Weise der Sammlung und des Schutzes von Nutzerdaten getäuscht zu haben. Laut Jury beging das Unternehmen dabei mehr als 43 Millionen Verstöße gegen das Gesetz gegen unlautere Geschäftspraktiken des Bundesstaates. Der Richter schrieb in seiner Entscheidung: "Die außergewöhnlich hohe Zahl der von der Jury festgestellten vorsätzlichen Verstöße, die Dauer und Wiederholung des Verhaltens, die Bandbreite der Themen, bei denen Verstöße auftraten, die Beteiligung der Facebook-Führungsspitze, die Größe der erreichten Zielgruppe in New Mexico sowie der aus den Prozessakten hervorgehende eindeutig vorsätzliche und systematische Charakter der wiederholten Falschangaben von Facebook rechtfertigen die höchstmögliche Strafe, die nach dem New Mexico Unfair Practices Act zulässig ist – 5.000 US-Dollar pro von der Jury festgestelltem Verstoß". ### Hintergrund: Fall Cambridge Analytica Ursprünglich wäre bei 43 Millionen Verstößen eine Strafe von 219,5 Milliarden US-Dollar möglich gewesen. Der Richter setzte sie jedoch auf 25 Milliarden Dollar herab. Hintergrund ist der Fall Cambridge Analytica. Dem politischen Beratungsunternehmen wird vorgeworfen, Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern ohne deren Zustimmung erhalten zu haben. Die Dienste von Cambridge Analytica sollen im Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump und beim Brexit-Referendum für zielgerichtete Werbung genutzt worden sein. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück