# Merz will Gerechtigkeitsproblem bei Krankenkassen lösen Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-21T20:46:51+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-21T20:46:54+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/merz-will-gerechtigkeitsproblem-bei-krankenkassen-loesen-758561/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Kanzler kündigt Debatte über private und gesetzliche Krankenversicherung an Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine Debatte über das Nebeneinander von privater und gesetzlicher Krankenversicherung angekündigt. Auf einer Pressekonferenz in Berlin verwies er darauf, dass das aktuelle System das Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung belaste, wie die Berliner Zeitung berichtet. „Wenn sich der Eindruck verfestigt, dass Privatversicherte sofort jede Leistung erhalten, während Gesetzlich Versicherte Wochen oder Monate warten müssen, dann ist das ein Gerechtigkeitsproblem“, so Merz. Die Koalition sehe dieses Problem und wolle handeln. „Wir haben vereinbart, dass wir die Regelungen in der gesetzlichen Krankenversicherung auf die private Krankenversicherung übertragen.“ Bisher sei dies nicht geschehen, doch nun solle dies nachgeholt werden. ## Merz will Gerechtigkeitsproblem bei Krankenversicherungen Merz betonte, dass das Problem tiefer reiche, und verwies auf den NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), der das Nebeneinander der Versicherungsformen ebenfalls als erhebliches Gerechtigkeitsproblem bezeichnet habe. „Wenn das so ist, müssen wir das ändern“, sagte der Kanzler. Zu konkreten Ergebnissen der geplanten Debatte äußerte er sich jedoch nicht. ### Krankenkassen sparen durch höhere Arzneimittelzuzahlungen Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz soll durch Einsparungen in Milliardenhöhe die Ausgaben der Krankenkassen an die Einnahmen anpassen. Geplant sind unter anderem erhöhte Zuzahlungen für Arzneimittel: Statt bisher 5 Euro und maximal 10 Euro sollen künftig 7,50 Euro und maximal 15 Euro fällig werden. Zudem müssen bisher beitragsfrei mitversicherte Ehe- und Lebenspartner ohne Betreuungs- oder Pflegeaufgaben ab 2027 einen Beitrag von 2,5 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen des Hauptversicherten zahlen. Kinder und pflegende Angehörige bleiben beitragsfrei. ### Beitragsgrenzen steigen 2027 spürbar für Gutverdiener Die Beitragsbemessungsgrenze steigt 2027 einmalig um rund 300 Euro monatlich zusätzlich zur regulären Anpassung, parallel dazu die Versicherungspflichtgrenze in gleicher Höhe. Die Kosten werden je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen, was vor allem für Versicherte oberhalb der bisherigen Grenze spürbar sein wird. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück