# Merz will erste Bundespräsidentin vorschlagen Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-11-03T08:47:35+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-11-03T08:47:38+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/merz-will-erste-bundespraesidentin-vorschlagen-773776/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- CDU-Chef Merz setzt auf eine Frau als Steinmeier-Nachfolgerin – CSU favorisiert Aigner. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich in der Debatte um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erstmals klar positioniert. Bei einer internen Sitzung der CDU-Kreisvorsitzenden in Berlin erklärte er, er werde der Partei eine gemeinsame Kandidatin vorschlagen. „Ich bin festgelegt in der Frage, dass es eine Frau werden muss“, zitieren Teilnehmer den Kanzler, wie der Spiegel und die Tagesschau übereinstimmend berichten. Merz betonte, es solle eine „Kandidatin der politischen Mitte“ sein, die bereits im ersten Wahlgang der Bundesversammlung eine breite Mehrheit erzielen könne. Ein konkreter Name wurde jedoch nicht genannt. ## CSU stellt eigene Kandidatin für Bundespräsidentenwahl Während die CDU damit das Vorschlagsrecht für sich reklamiert, setzt die CSU weiterhin auf ihre eigene Kandidatin: Die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner wird von der Schwesterpartei und Teilen der SPD sowie der Grünen unterstützt, wie die Welt und der Tagesspiegel berichten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte sich auf dem CSU-Parteitag vehement für Aigner ausgesprochen. Merz hingegen pocht darauf, dass die CDU als stärkste Kraft in der Bundesversammlung den Vorschlag einbringen solle. Das Gremium, das sich aus Bundestagsabgeordneten und Ländervertretern zusammensetzt, entscheidet am 30. Januar über die Nachfolge. ### CDU sondiert mögliche Kandidaten für Bundespräsidentenamt Aus der CDU werden mehrere Namen gehandelt, darunter Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Bildungsministerin Karin Prien, die frühere Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer sowie die hessische Fraktionsvorsitzende Ines Claus. Merz will bis zur CDU-Präsidiumssitzung am kommenden Montag Gespräche mit Landesvorsitzenden, Ministerpräsidenten und der CSU führen, um einen gemeinsamen Unionsvorschlag zu erarbeiten. Anschließend sollen die Gespräche auf SPD und Grüne ausgeweitet werden, um eine möglichst breite Unterstützung zu sichern. Union und SPD verfügen gemeinsam über eine Mehrheit von etwa 50 Stimmen in der Bundesversammlung. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück