# Merz und Macron dringen auf schnellere EU-Erweiterung Westbalkans Datum: 05.06.2026 17:29 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/merz-und-macron-dringen-auf-schnellere-eu-erweiterung-westbalkans-719723/ --- Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben sich beim EU-Westbalkan-Gipfel in Montenegro für eine beschleunigte Erweiterung der Europäischen Union ausgesprochen. Beide gaben der EU eine Mitschuld daran, dass die Westbalkan-Staaten bislang nicht der Union beigetreten sind und forderten, die Versäumnisse der vergangenen Jahre zu überwinden. ## Appell für schnellere EU-Erweiterung Friedrich Merz (CDU) erklärte, dass die EU seit 13 Jahren keine neuen Mitglieder aufgenommen habe und machte dafür Versäumnisse der Union verantwortlich, die nun überwunden werden müssten. Die EU müsse zeigen, dass sie erweiterungsfähig und erweiterungswillig sei. Gemeinsam mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron war Merz zum EU-Westbalkan-Gipfel nach Tivat in Montenegro gereist. Neben Montenegro gehören Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien und Serbien zum Westbalkan. Alle sechs Länder streben seit vielen Jahren eine Mitgliedschaft in der EU an. ### Geopolitische Bedeutung der Region Macron betonte die geopolitische Bedeutung der Region für die EU, insbesondere in Bezug auf Energie- und Sicherheitsfragen sowie Migrationsrouten. Merz und Macron reisten mit einem gemeinsamen Konzept nach Tivat, um die Beitrittskandidaten schneller an die EU heranzuführen. Ein Beobachterstatus in den EU-Institutionen und ein privilegierter Zugang zum Binnenmarkt durch schrittweise Integration sollen Anreize für Reformen schaffen. ### Reaktionen aus der Region und Spannungen Montenegros Präsident Jakov Milatovic bezeichnete den Gipfel als „Wendepunkt“ und äußerte Hoffnung auf neue Energie für die Westbalkan-Länder. Albaniens Ministerpräsident Edi Rama äußerte sich vorsichtiger und forderte Merz und Macron auf, noch mehr für eine schnelle Erweiterung zu tun. Kritisch sieht Brüssel eine Hinwendung einiger Beitrittskandidaten zu Russland, insbesondere Serbiens. Die EU forderte Belgrad wiederholt auf, die gegen Moskau verhängten Sanktionen umzusetzen. Spannungen zwischen den Staaten der Region, vor allem zwischen Serbien und dem Kosovo sowie zwischen Serbien und Montenegro, bestehen weiterhin. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück