# Merz: CDU ist nur noch in Teilen Volkspartei Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-21T16:16:39+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-21T16:16:41+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/merz-cdu-ist-nur-noch-in-teilen-volkspartei-758480/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Parteichef sieht nach Wahlniederlagen Handlungsbedarf Die CDU hat bei den jüngsten Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern schwere Verluste hinnehmen müssen. In Mecklenburg-Vorpommern verfehlte die Partei erstmals die Fünf-Prozent-Hürde und scheiterte damit am Einzug in den Landtag. In der Hauptstadt verlor sie als Regierungspartei deutlich an Stimmen, was die Bildung einer möglichen Kenia-Koalition unmöglich machte. Die Ergebnisse bestätigten zwar die zuvor bereits absehbaren Trends, doch das Ausmaß der Niederlagen überraschte selbst langjährige Parteimitglieder. ## CDU verliert flächendeckende Volksparteistatus Parteichef Friedrich Merz räumte in einer ersten Reaktion ein, dass die CDU nicht mehr flächendeckend als Volkspartei wahrgenommen werde. Die Wahlergebnisse zeigten, dass die Partei in einigen Regionen und Bevölkerungsgruppen an Unterstützung verliere. Merz betonte jedoch, dass dies keine grundsätzliche Krise sei, sondern vielmehr ein Zeichen dafür, dass die CDU ihre Ansprache und Inhalte anpassen müsse. ### CDU-Rückgang durch bundesweite und regionale Faktoren Die Ursachen für die Rückgänge sind vielfältig. Neben der allgemeinen Unzufriedenheit mit der Ampelkoalition auf Bundesebene spielen auch regionale Faktoren eine Rolle. In Berlin etwa hatte die CDU mit internen Querelen und einer als schwach empfundenen Kampagne zu kämpfen. In Mecklenburg-Vorpommern fehlte es der Partei an klaren Profilen und einer überzeugenden Strategie, um Wähler aus dem ländlichen Raum zu mobilisieren. ### Merz will CDU-Kurs mit Analyse und Anpassung stärken Merz kündigte an, die Ergebnisse der Wahlen genau zu analysieren und daraus Konsequenzen für die zukünftige Ausrichtung der Partei zu ziehen. Dabei betonte er, dass die CDU weiterhin an ihrem Kurs festhalten werde, aber gezielt an der Kommunikation und der inhaltlichen Schwerpunktsetzung arbeiten müsse. Ob dies ausreicht, um die verlorene Unterstützung zurückzugewinnen, bleibt abzuwarten. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück