# Merz bei Steinmeier-Nachfolge angeschlagen Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-27T00:22:09+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-27T00:22:14+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/merz-bei-steinmeier-nachfolge-angeschlagen-771159/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) steht bei der Suche nach einem Nachfolger für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unter Druck. Der Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke sieht Merz‘ Position bereits als politisch angeschlagen. Durch zögerliches Handeln habe der CDU-Chef die Initiative an die CSU verloren. ## Kritik an Merz‘ Vorgehen Der Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke wirft Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor, die Suche nach einer Nachfolge für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu lange hinausgezögert zu haben. "wieder einmal die Besetzung einer wichtigen Personalie entglitten, wieder einmal hat er die Kandidatenfindung zu lange laufen lassen", sagte von Lucke der "Rheinischen Post". Merz halte sich derzeit für eine Woche in Asien auf. Durch das zögerliche Vorgehen des Kanzlers habe die CSU die Möglichkeit erhalten, mit einem eigenen Vorschlag in die Offensive zu gehen. "in die Lücke zu springen, nämlich dem machtpolitisch wesentlich ausgebuffteren CSU-Chef Markus Söder mit seinem Vorschlag der bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner“, erklärte von Lucke weiter. Die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner werde damit als mögliche Kandidatin ins Spiel gebracht. ### Spekulationen und politische Folgen Von Lucke warnte, dass Merz‘ aktuelle Auslandsreise die Spekulationen über seine politische Schwäche weiter anheizen werde. "Mit der Merz-Reise ins Ausland werden die Spekulation weiter ins Kraut schießen und nichts spricht dafür, dass der Kanzler sie wieder einholen beziehungsweise einhegen kann", so der Experte. Eine Eindämmung dieser Diskussionen sei nicht zu erwarten. Jede weitere Maßnahme des Kanzlers werde ihn laut von Lucke nicht stärken. Die Situation hätte Merz "bereits im Keim ersticken können und müssen, wenn er denn rechtzeitig eine Kandidatin aufgeboten hätte", betonte der Redakteur der "Blätter für deutsche und internationale Politik". Eine frühere Nominierung einer eigenen Kandidatin hätte die aktuelle Dynamik verhindern können. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück