# Mehrheit sieht Spritpreissenkung als Wahlkampfmanöver Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-18T17:17:09+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-18T17:17:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/mehrheit-sieht-spritpreissenkung-als-wahlkampfmanoever-757404/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Bürger bleiben skeptisch – Entlastungsdebatte vor Landtagswahlen Die geplante Senkung der Spritpreise durch die Bundesregierung stößt bei vielen Bürgern auf Skepsis. Wie der Spiegel in einer aktuellen Umfrage feststellt, halten die meisten Befragten die Ankündigung für ein reines Wahlkampfmanöver. Besonders vor den anstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wird die Diskussion um mögliche Entlastungen an der Zapfsäule intensiv geführt. Friedrich Merz hatte kürzlich Hilfe bei den hohen Spritpreisen versprochen, doch die Reaktionen der Bevölkerung bleiben verhalten. ## Bürger fordern direkte Steuerentlastung Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bevorzugen die Bürger klare Maßnahmen wie eine Senkung der Energiesteuer oder der CO2-Steuer, die allein dem Bund zufließen. Eine Senkung der Mehrwertsteuer, wie sie die Regierung ins Spiel bringt, würde jedoch auch Länder und Gemeinden betreffen und bedarf daher der Zustimmung des Bundesrats. Wie die dpa weiter berichtet, lehnen die Länder eine solche Regelung ab, da sie ihre eigenen Einnahmen gefährdet sehen. ### Mehrwertsteuersenkung als populistischer Trick Journalistenwatch kritisiert die Ankündigung als „Taschenspielertrick“ und verweist darauf, dass die Mehrwertsteuersenkung kaum spürbare Entlastungen für die Verbraucher bringen würde. Zudem sei der Vorschlag rechtlich fragwürdig, da er gegen EU-Recht verstoßen könnte. Die Redaktion betont, dass die Diskussion über Spritpreissenkungen vor den Wahlen vor allem populistischen Charakter habe und nach den Wahlen wieder vom Tisch sein werde. ### Hohe Spritpreise belasten Europas Haushalte Hintergrund der Debatte sind die weiterhin hohen Kraftstoffpreise, die durch globale Verknappungen und geopolitische Spannungen getrieben werden. Europa, das stark von Importen abhängig ist, leidet besonders unter den steigenden Kosten. Gleichzeitig sind die Steuereinnahmen aus Kraftstoffen eine wichtige Einnahmequelle für den Staat, was die Suche nach Entlastungsmöglichkeiten erschwert. ### Regierung zögert bei konkreten Entlastungen Während die Regierung betont, dass sie Entlastungen prüft, bleibt unklar, ob und wann konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Die Bürger warten indes weiter auf spürbare Erleichterungen – oder, wie Journalistenwatch es formuliert, auf „Godot“. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück