# Mehrheit erwartet vorzeitiges Ende der Merz-Koalition Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-25T12:46:31+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-25T12:46:34+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/mehrheit-erwartet-vorzeitiges-ende-der-merz-koalition-770621/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Das Vertrauen der Bürger in die Stabilität der schwarz-roten Bundesregierung ist auf einem neuen Besonders brisant ist, dass selbst in der eigenen Basis die Skepsis überwiegt. Unter den CDU-Anhängern rechnet eine absolute Mehrheit mit einem vorzeitigen Ende, während nur 32 Prozent an einen Fortbestand bis 2029 glauben. Bei den SPD-Wählern ist das Bild ähnlich: 46 Prozent erwarten ein Scheitern, 34 Prozent halten die Koalition für stabil. Die Morgenpost unterstreicht, dass die Ergebnisse der YouGov-Umfrage sich in andere aktuelle Erhebungen einfügen. So hatten im ZDF-Politbarometer zuletzt rund zwei Drittel der Befragten angegeben, nicht an ein Durchhalten von Friedrich Merz bis 2029 zu glauben. ## Koalition blockiert Reformen durch Machtkämpfe Hintergrund des massiven Vertrauensverlusts sind anhaltende Richtungsstreitigkeiten und offene Verwerfungen innerhalb der Koalition. Obwohl sich Union und SPD auf ein umfassendes Reformpaket geeinigt hatten, blockieren gegenseitige rote Linien immer wieder die Umsetzung. Streitpunkte reichen von der Finanz- und Steuerpolitik über die Ausgestaltung der künftigen Rentenversicherung bis hin zu Verzögerungen beim Infrastrukturausbau. Die Nerven an der Regierungsspitze liegen entsprechend blank. Zuletzt erklärte Kanzler Merz mit Blick auf stockende Gesetzgebungsverfahren öffentlich, seine „Geduld sei jetzt auch mit den Sozialdemokraten am Ende“, wie der Merkur berichtet. ### SPD-Chef attackiert Merz wegen Führungsstil SPD-Bundestagsfraktionschef Matthias Miersch hatte Merz wegen dessen Führungsstils scharf attackiert und geäußert, so könne man kein Kanzleramt führen. Zusätzlichen Druck erzeugten die verheerenden Ergebnisse der Landtagswahlen im vergangenen September. In Sachsen-Anhalt rutschte die CDU auf 17,2 Prozent ab, während die AfD mit rund 44 Prozent einen Erdrutschsieg erzielte. Noch härter traf es die Christdemokraten in Mecklenburg-Vorpommern, wo die CDU mit 4,9 Prozent historisch den Einzug ins Landesparlament verpasste. In Berlin verlor das schwarz-rote Landesbündnis parallel seine Mehrheit. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück