# Mehr deutsche Unternehmen planen Preiserhöhungen wegen Energiekosten Datum: 30.03.2026 07:59 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/mehr-deutsche-unternehmen-planen-preiserhoehungen-wegen-energiekosten-697236/ --- In Deutschland planen deutlich mehr Unternehmen mit höheren Preisen. Der Ifo-Indikator der Preiserwartungen ist im März auf 25,3 Punkte gestiegen, nach 20,3 Punkten im Februar, und erreicht damit den höchsten Stand seit März 2023. Besonders in Industrie, Bau und Dienstleistungen nimmt der Preisdruck nach Einschätzung des Ifo-Instituts wieder spürbar zu. ## Preisdruck steigt über Branchen hinweg Der von den Unternehmen gemeldete Preisdruck hat sich im März deutlich erhöht. Laut Ifo-Institut kletterte der Indikator der Preiserwartungen auf 25,3 Punkte, nach 20,3 Punkten im Februar. Damit erreicht er den höchsten Wert seit März 2023. „Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, laut Ifo-Institut. „Die hohen Energiepreise dürften die Inflation in den kommenden Monaten erhöhen“, so Wohlrabe weiter. Der jüngste Anstieg der Preiserwartungen steht laut Wohlrabe im Zusammenhang mit deutlich höheren Preisen für Rohöl, Gas und Strom infolge des Kriegs im Nahen Osten. Nachdem die Energiekomponente die Inflation zuletzt gedämpft hatte, zeichnet sich nun eine Umkehr ab. „Die Unternehmen geben steigende Kosten zunehmend weiter“, so Wohlrabe. „Über höhere Produktions- und Transportkosten werden die Energiepreise auch auf Waren und Dienstleistungen durchschlagen“, erklärte Wohlrabe nach Angaben des Ifo-Instituts. ### Industrie, Bau und Dienstleister planen höhere Preise Besonders stark fiel der Anstieg der Preiserwartungen in der Industrie aus: Dort legten sie von 13 auf 20 Punkte zu. Auch im Baugewerbe zogen sie deutlich an, von 10 auf 20,2 Punkte. Die konsumnahen Dienstleister erhöhten ihre Preiserwartungen kräftig von 25,1 auf 31,6 Punkte. Auch die unternehmensnahen Dienstleister (inklusive Großhandel) planen öfter mit steigenden Preisen; der Indikator stieg von 24,7 auf 27 Punkte. Die Ergebnisse zeigen nach Angaben des Ifo-Instituts, dass der Preisdruck über viele Branchen hinweg wieder zunimmt. ### Was die Ifo-Preiserwartungen messen Die Punkte bei den Ifo-Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei +100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei −100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das Ifo-Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten Preisänderung. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück