# Luxusgeschäfte verbarrikadieren sich vor Gen-Z-Protesten Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-30T10:46:30+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-30T10:46:30+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/luxusgeschaefte-verbarrikadieren-sich-vor-gen-z-protesten-772474/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Händler in Berlin und Düsseldorf sichern Schaufenster vor möglichen Ausschreitungen am Samstag. Vor den bundesweit angekündigten Protesten der Bewegung „Gen Z regelt“ am Samstag bereiten sich Einzelhändler in mehreren deutschen Städten auf mögliche Ausschreitungen vor. In Berlin lassen Luxusgeschäfte wie die Kosmetikkette Sephora ihre Schaufenster mit Holzplatten sichern, wie der Spiegel und die Bild berichten. Auch in Düsseldorf wurden auf der Königsallee bereits Baugerüste und Sperrholzplatten vor Edel-Boutiquen aufgestellt, wie die Welt meldet. Einige Juweliere und Bekleidungsgeschäfte planen, ganztägig zu schließen oder ihre Schaufenster zu verschalen, um Plünderungen vorzubeugen. Die Geschäftsführerin der Interessengemeinschaft Königsallee, Andrea Greuner, betonte gegenüber der dpa, man wolle „Prävention“ betreiben, da die Bilder aus Frankreich noch präsent seien, wo Luxusgeschäfte bei Ausschreitungen betroffen waren. ## Extremisten planen Unterwanderung der Proteste Die Initiative „Gen Z regelt“ ruft für den 31. Oktober zu Demonstrationen in rund 30 deutschen Städten auf, unter anderem für bessere Bildungsbedingungen, gegen hohe Lebenshaltungskosten und eine mögliche Wehrpflicht. Die Organisatoren betonen, ausschließlich friedlich protestieren zu wollen. Sicherheitsbehörden warnen jedoch vor einer möglichen Unterwanderung der Proteste durch gewaltbereite Gruppen. So mobilisieren laut nordrhein-westfälischem Verfassungsschutz auch Akteure aus dem linksextremistischen Spektrum und aus dem auslandsbezogenen Extremismus für die Kundgebungen. In sozialen Netzwerken und Chatgruppen kursieren zudem Aufrufe zu Gewalt und Plünderungen, wie die Berliner Zeitung unter Berufung auf gelöschte Telegram-Chats berichtet. In einer dieser Gruppen soll ein Administrator sogar über die Bereitschaft zur Gewaltausübung abstimmen lassen haben. ### Polizei erwartet Massenproteste mit Gewaltpotenzial Die Polizei in mehreren Bundesländern bereitet sich auf Großeinsätze vor. In Berlin sollen rund 1.500 Beamte im Einsatz sein, in Köln rechnet man mit bis zu 15.000 Teilnehmern. Polizeipräsidentin Barbara Slowik bestätigte zwar Aufrufe, die gewaltsamen französischen Protesten nacheifern, konkrete Erkenntnisse über organisierte Plünderungen lägen ihrer Behörde jedoch nicht vor. In Stuttgart hat die Polizei ihre Einschätzung verschärft und warnt nun vor deutlichen Störungen, nachdem zunächst keine konkreten Hinweise auf Ausschreitungen vorgelegen hatten. Polizeipräsident Markus Eisenbraun kündigte ein frühzeitiges Einschreiten gegen Straftäter an. ### Einzelhandel schließt vorsorglich Filialen Auch der Einzelhandel reagiert mit Vorsichtsmaßnahmen. Die Parfümeriekette Douglas lässt am Samstag sicherheitshalber zwölf Filialen geschlossen, wie eine Sprecherin der Welt mitteilte. In Stuttgart bleibt das Auktionshaus Eppli geschlossen, und in Frankfurt sagten bereits Veranstaltungen wie ein Halloween-Walk ab. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) bestätigte konkrete Hinweise auf eine drohende Unterwanderung durch gewaltbereite Linksextremisten, hält eine vorsorgliche Schließung von Geschäften aber gegenwärtig nicht für notwendig. ### Deutsche Szene orientiert sich an französischen Die Befürchtungen der Händler und Behörden speisen sich auch aus den Erfahrungen in Frankreich, wo jüngste Proteste in schwere Ausschreitungen umschlugen. Dort wurden Geschäfte geplündert, Barrikaden angezündet und Polizisten angegriffen. Diese Ereignisse werden in der deutschen linksradikalen Szene nun als Inspiration für den 31. Oktober verbreitet, wie Tichys Einblick berichtet. In sozialen Medien wird offen über die „Enteignung“ von Luxusgeschäften diskutiert, und die Unterscheidung zwischen friedlichen und gewalttätigen Demonstranten wird infrage gestellt. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück