# Linken-Politiker verlangt bessere Aufklärung und Zugang zur Organspende Datum: 16.06.2026 14:29 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/linken-politiker-verlangt-bessere-aufklaerung-und-zugang-zur-organspende-723103/ --- Der Linken-Abgeordnete Ates Gürpinar ruft Bund und Länder dazu auf, die Bevölkerung besser über Organspende zu informieren und bestehende Maßnahmen konsequent umzusetzen. Er kritisiert unzureichende Strukturen in Kliniken, den geplanten Wegfall der Vergütung für ärztliche Beratung sowie fehlende breit angelegte Informationskampagnen. ## Gürpinar fordert bessere Information und weniger Hürden Der Linken-Abgeordnete Ates Gürpinar fordert Bund und Länder auf, die Aufklärung zur Organspende deutlich zu verbessern. „Bund und Länder müssen konsequent daran arbeiten, die enorme Spendebereitschaft endlich in zahlreiche gut informierte Entscheidungen zu überführen“, sagte Gürpinar der „Rheinischen Post“. Aus seiner Sicht seien bereits beschlossene Maßnahmen zur Förderung der Organspende nicht nur unzureichend umgesetzt worden, sie sollten nun sogar zurückgenommen werden. Gürpinar verlangt, bestehende Hürden bei der Dokumentation von Entscheidungen zur Organspende abzubauen. Als Beispiele nennt er niedrigschwellige Zugänge zum Organspenderegister und die Möglichkeit zur Dokumentation in kommunalen Ämtern. Dies solle es den Bürgern erleichtern, ihre Entscheidung festzuhalten. ### Kritik an Vergütungsplänen und Kliniksstrukturen Kritisch sieht Gürpinar zudem, dass die Vergütung für ärztliche Beratungsgespräche zur Organspende abgeschafft werden solle. Ärztliche Beratung sei ein zentraler Baustein, um aus der vorhandenen Bereitschaft fundierte Entscheidungen zu machen, macht er deutlich. Gleichzeitig bemängelt der Abgeordnete „sowieso schon mangelhafte Strukturen in den Kliniken“ sowie das Fehlen „einer breit angelegten Aufklärungs- und Informationskampagne“. ### Interfraktionelle Gruppe gegen Widerspruchslösung Gürpinar ist Teil einer interfraktionellen Gruppe im Bundestag, die sich gegen die Einführung der sogenannten Widerspruchslösung bei der Organspende einsetzt. Ein Blick in den aktuellen Jahresbericht des Organspenderegisters zeigt, dass bis Februar 2026 rund 570.000 Erklärungen eingetragen wurden. Rund 90 Prozent dieser Erklärungen stimmen zumindest einer teilweisen Organ- oder Gewebespende zu, heißt es in dem Bericht. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück