# Linken-Manager Ehling attackiert niedersächsischen Antizionismus-Beschluss scharf Datum: 19.03.2026 05:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/linken-manager-ehling-attackiert-niedersaechsischen-antizionismus-beschluss-scharf-693047/ --- Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Janis Ehling, hat den Antizionismus-Beschluss des niedersächsischen Landesverbandes seiner Partei deutlich kritisiert. Zugleich wies er in einem Interview dem Magazin "Politico" gegenüber den Vorwurf zurück, die Linke habe ein grundsätzliches Antisemitismus-Problem, räumte aber eine „Einseitigkeit“ in Teilen der Partei ein. ## Kritik am Antizionismus-Beschluss Janis Ehling bezeichnete den Beschluss des niedersächsischen Landesverbandes zum Antizionismus als grundlegend verfehlt. „Der Beschluss ist Murks. Der ist auch inhaltlich falsch“, sagte Ehling dem Magazin „Politico“. Zwar sei es nach seinen Worten richtig, sich von einem „rechten Zionismus“ abzugrenzen, etwa mit Blick auf die aktuelle israelische Regierung. Eine pauschale Ablehnung des Zionismus gehe jedoch zu weit. ### Debatte über Antisemitismus und Einseitigkeit Gleichzeitig wies Ehling den Vorwurf zurück, die Partei habe ein grundsätzliches Antisemitismus-Problem. Er räumte jedoch ein, dass es in Teilen der Linken eine „Einseitigkeit“ gebe. „An dem Beispiel sieht man sehr gut, dass wir ein großes Problem gerade mit einer Einseitigkeit haben“, sagte er „Politico“. Viele neue, vor allem junge Mitglieder hätten sich nach seinen Worten über den Gaza-Krieg politisiert und nähmen diesen vor allem über soziale Medien wahr. ### Streit um Aussagen von Gregor Gysi In der parteiinternen Debatte um Aussagen von Gregor Gysi wandte sich Ehling gegen den Vorwurf, Antisemitismus werde innerhalb der Linken vor allem von migrantischen Mitgliedern getragen. „Die Aussagen sind einfach nicht richtig“, sagte er „Politico“. Auf die Frage, ob Gysi die geforderte antirassistische Weiterbildung brauche, plädierte Ehling stattdessen für Dialog. „Ich glaube, es wäre gut, wenn sich Gregor Gysi auch mit den migrantischen Genossen mal zusammensetzt und sie die unterschiedlichen Perspektiven einfach miteinander austauschen“, so Ehling gegenüber „Politico“. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück