# Linke fordert Stopp der Ufer-Privatisierung Datum: 08.08.2026 15:12 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/linke-fordert-stopp-der-ufer-privatisierung-740906/ --- Angesichts von Niedrigwasser verlangt die Linke einen Stopp der Privatisierung und Versiegelung von Uferzonen. Parteichef Luigi Pantisano legt einen Fünf-Punkte-Plan vor, der unter anderem Schwammlandschaften und ein Wasserregister vorsieht. ## Forderungen im Detail "Die Wasserkrise macht das Leben unbezahlbar – unser 5-Punkte-Plan für eine sichere Wasserversorgung". In dem Papier fordert Pantisano die Schaffung von Schwammlandschaften im Einzugsgebiet von Flüssen. "Um das Risiko von Niedrigwasser zu verringern, braucht es Schwammlandschaften im Einzugsgebiet der Flüsse, die Wasser in der Fläche zurückhalten und dem Grundwasser zuführen, statt es ungenutzt abfließen zu lassen". "Die Privatisierung und Versiegelung der Uferzonen müssen gestoppt werden, damit die Rückhaltefunktion der Landschaft erhalten und verbessert werden kann." ### Wasserregister und Finanzierung Die Partei verlangt ein Wasserregister "als Basis für eine öffentliche Hitze- und Dürrestrategie", in dem festgehalten werden soll, wer wo wie viel Wasser aus öffentlichen Flüssen nutzt. Zudem fordert sie ein Privatisierungsverbot für Wasserbetriebe, den Vorrang der öffentlichen Wasserversorgung vor der Industrie sowie eine vom Bund sichergestellte Finanzierung für Klimaanpassungsmaßnahmen. Kommunen müssten sich "an Starkregen, Trockenheit und Hitze anpassen und ihre Bürger schützen können" und dürften bei der Finanzierung nicht allein gelassen werden. Pantisano wirft der Bundesregierung vor, nicht entschlossen zu handeln. "Deutschland steckt mitten in einer Wasserkrise". Er führt aus: "Schiffe können nicht mehr voll beladen fahren, Lieferketten geraten ins Stocken, der Industrie fehlt das Kühlwasser und die Ernte verdorrt auf den Feldern." Das bedeute, dass Lebensmittel und andere Güter teurer werden. "Am Ende zahlen wir alle an der Supermarktkasse drauf". "Am härtesten trifft es die, die ohnehin schon rechnen müssen, ob`s am Monatsende noch reicht." --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück