# Linke fordert 150 Euro Energiekrisengeld für alle Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-04T12:02:09+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-04T12:02:13+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/linke-fordert-150-euro-energiekrisengeld-fuer-alle-762918/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Angesichts niedriger Gasspeicherfüllstände zu Beginn der Heizperiode verlangt die Linksfraktion im Bundestag eine Soforthilfe für alle Bürger. Ein Sechs-Punkte-Plan soll bezahlbare Gasversorgung sichern und hohe Nachzahlungen für Mieter verhindern. ## 150 Euro Soforthilfe und Klimageld Der energiepolitische Sprecher der Linksfraktion, Jörg Cezanne, fordert ein Energiekrisengeld in Höhe von 150 Euro für alle Bürger. „Neben einem jährlichen Klimageld von 320 Euro fordern wir, so schnell wie möglich ein Energiekrisengeld in Höhe von 150 Euro an alle Bürger auszuzahlen – das würde die größte Not sofort lindern“ der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Auszahlung solle im Rahmen der Steuererklärung "als zusätzliches Einkommen gewertet werden – dadurch würden die, die am wenigsten haben und nicht steuerpflichtig sind, am meisten profitieren". ### Sechs-Punkte-Plan für bezahlbare Gasversorgung Die Forderung ist Teil eines umfassenden Plans der Linksfraktion. Darin wird die Verpflichtung der 2022 verstaatlichten Energiekonzerne Uniper und SEFE gefordert, die Gasspeicher kontinuierlich weiter zu befüllen, um einen Gasengpass abzuwenden. Zudem soll eine unabhängige Aufsicht die Gaspreise beobachten und Gewinnmargen regulieren. Gas- und Stromsperren durch Energieversorger sollen verboten werden. Außerdem fordert die Partei den sofortigen Stopp der Reprivatisierung von Uniper und SEFE. "Dass Uniper und SEFE privatisiert werden müssten, ist schlicht falsch". Eine Übergewinnsteuer für Öl, Gas und Kohle soll die Entlastungsmaßnahmen finanzieren. ### Kritik an Bundeswirtschaftsministerin und aktuelle Lage Hintergrund sind nach Angaben der Linken zu niedrige Füllstände in deutschen Gasspeichern zu Beginn der Heizperiode. Diese liegen derzeit bei etwa 58 Prozent. Die Partei kritisiert Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). „Statt vorzusorgen, war es Katherina Reiche wichtiger, Uniper für die Reprivatisierung ‚fit` zu machen. Das heißt: Satte Gewinne hatten Priorität gegenüber Versorgungssicherheit mit bezahlbarem Gas“ der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Aufgrund gestiegener Börsenpreise für Gas wegen des Iran-Kriegs befürchtet die Linke hohe Nachzahlungen für viele Mieter. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück