# Lauterbach zweifelt an Eralps Eignung Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-29T15:12:06+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-29T15:12:10+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/lauterbach-zweifelt-an-eralps-eignung-772154/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der SPD-Politiker Karl Lauterbach hält die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp nicht mehr für geeignet, Regierende Bürgermeisterin zu werden. Hintergrund ist eine Spiegel-Recherche über ihre Angst vor Terrorsympathisanten. Lauterbach rät seiner Partei, sich von einem Bündnis mit der Linkspartei zu distanzieren. ## Lauterbach fordert Distanzierung von der Linkspartei Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich in der Debatte um die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp klar positioniert. Im Gespräch mit dem *Spiegel* erklärte er: "Ich rate meiner Partei, von diesem Bündnis in Berlin mit der Linkspartei Abstand zu nehmen". Lauterbach betonte zwar, dass er niemandem einen Vorwurf machen würde, der aus Angst vor persönlichen Risiken ein politisches Amt nicht anstrebe. "Doch wenn ich mich bedroht fühle, dann schließt es sich für mich aus, ein solches Amt zu bekleiden". Gleichzeitig machte er deutlich, dass Vertreter des Staates "keine Angst vor Menschen haben, die diesen Staat und seine Autorität bedrohen." ### Forderung nach härterem Vorgehen gegen Extremismus Lauterbach forderte die Berliner Politik auf, entschiedener gegen extremistische und kriminelle Strukturen vorzugehen. "Wir dürfen nicht vor denselben Leuten Angst haben, vor denen wir die Bürger beschützen müssen". Die aktuelle Diskussion wurde durch eine Recherche des *Spiegel* ausgelöst. Darin wird Eralps Angst vor Terrorsympathisanten thematisiert, die sie in einem Interview nicht klar benennen konnte. ### Grüne zeigen Mitgefühl, fordern aber Klarheit Felix Banaszak, Vorsitzender der Grünen, äußerte Verständnis für Eralps Situation. Gegenüber dem *Spiegel* sagte er: “Dass Elif Eralp als mögliche zukünftige Regierende Bürgermeisterin so große Angst vor Extremisten und der Organisierten Kriminalität haben muss, dass sie in einem Interview nicht klar benennen kann, von wem die Gefahr ausgeht, ist schockierend”. Niemand solle “sich aus Sorge um die eigene Sicherheit und die der eigenen Familie nicht mehr frei äußern zu können”, so Banaszak weiter. Gleichzeitig forderte er die Linke auf, radikale Tendenzen in den eigenen Reihen zu unterbinden. "Spätestens jetzt darf niemand mehr auch nur in Ansätzen relativieren, welche Gefahr von diesen Strukturen ausgeht". Wer den "Kampf glaubhaft und wirkungsvoll" führen wolle, müsse "auch bei den Verbindungen dieser Milieus in die eigene Partei klar und konsequent sein.". Banaszak kritisierte, dass die Berliner Linke bislang keine der offenen Fragen beantwortet habe. "Der Umgang der Berliner Linken mit diesem Komplex bleibt ernüchternd". --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück