# Kurzfristige Bombenräumung in Osnabrück: 350 Menschen müssen am Mittwoch ihre Wohnungen verlassen Datum: 28.07.2026 16:53 Kategorie: Aktuell URL: https://hasepost.de/kurzfristige-bombenraeumung-in-osnabrueck-350-menschen-muessen-am-mittwoch-ihre-wohnungen-verlassen-736301/ --- Ein Kampfmittelfund sorgt am Mittwoch (29. Juli) für eine kurzfristige Räumung in Osnabrück-Eversburg. Bei Sondierungsarbeiten auf dem Sportplatz der Integrierten Gesamtschule (IGS) Eversburg ist am Dienstag ein Teil eines Kampfmittels entdeckt worden. Da der Fund nicht transportfähig ist, muss der Kampfmittelbeseitigungsdienst vor Ort anrücken. ## 198 Haushalte von Räumung betroffen Für die Entschärfung müssen die umliegenden Grundstücke geräumt werden. Insgesamt sind 350 Menschen in 198 Haushalten betroffen. Sie müssen ihre Wohnungen am Mittwoch bis spätestens 8:00 Uhr verlassen haben. Für Menschen, die während der Maßnahmen eine Unterkunft benötigen, richtet die Stadt ab 7:30 Uhr eine Anlaufstelle im Jugendzentrum Westwerk an der Atterstraße 36 ein. ## Auf einen Blick: - Die Räumung betrifft 350 Menschen in 198 Haushalten in Osnabrück-Eversburg. - Betroffene müssen ihre Wohnungen am Mittwoch (29. Juli 2026) bis spätestens 8:00 Uhr verlassen. - Anlaufstelle für Unterkünfte: Jugendzentrum Westwerk, Atterstraße 36, ab 7:30 Uhr. - Bürgertelefon für Fragen: 0541 323-4490 (Dienstag bis 19 Uhr, Mittwoch ab 7 Uhr). - Krankentransport bei gesundheitlichen Einschränkungen: 0541 323-4455. - Evakuierungsgebiet und betroffene Adressen sind auch auf der Internetseite der Stadt Osnabrück einsehbar. Quelle: Stadt Osnabrück·Stand: 28.07.2026 ### Bürgertelefon und Krankentransporte Für Fragen zur Räumung hat die Stadt unter 0541 323-4490 ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist am Dienstag bis 19 Uhr und am Mittwoch ab 7 Uhr erreichbar. Wer aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen einen Krankentransport benötigt, kann sich unter 0541 323-4455 melden. Auf der Internetseite der Stadt stehen zudem weitere Informationen sowie eine Karte des Evakuierungsgebiets und eine Liste der betroffenen Adressen bereit. ### Verdachtspunkte in den Sommerferien untersucht Dass ausgerechnet auf dem Gelände der IGS nach möglichen Blindgängern gesucht wird, ist kein Zufall. Neue Auswertungen historischer Luftbilder hatten Hinweise auf mögliche Kampfmittel im Boden ergeben. Die entsprechenden Verdachtspunkte werden deshalb während der Sommerferien systematisch untersucht. Dazu erfolgen gezielte Bohrungen, mit denen mögliche Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg aufgespürt werden sollen. Die Stadt Osnabrück gehört nach eigenen Angaben zu den wenigen Kommunen in Deutschland, die mögliche Kampfmittelverdachtspunkte regelmäßig und systematisch untersuchen. Dabei spielen insbesondere historische Luftbilder eine wichtige Rolle. Einer dieser Verdachtspunkte hat nun zum Fund in Eversburg geführt – und macht bereits einen Tag später die Räumung von 198 Haushalten erforderlich. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück