# Kurt Beck warnt SPD vor Sturz der Parteichefs Datum: 24.03.2026 11:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/kurt-beck-warnt-spd-vor-sturz-der-parteichefs-695167/ --- Der ehemalige SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat seine Partei davor gewarnt, nach den jüngsten Wahlniederlagen vorschnell personelle Konsequenzen an der Parteispitze zu ziehen. Aus seiner Sicht stehen inhaltliche Fragen und der Zugang zu den Wählern im Vordergrund, nicht ein Sturz der Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas. ## Kurt Beck rät von Personaldebatte ab Der ehemalige SPD-Vorsitzende Kurt Beck mahnt angesichts der jüngsten Wahlschlappen seiner Partei zur Zurückhaltung bei Personaldebatten. „Es geht um inhaltliche Fragen und darum, wie wir an die Menschen herankommen mit unserer Politik. Da ist die Personalfrage nicht im Vordergrund“, sagte Beck der „Bild“ (Dienstagsausgabe). Statt über einen möglichen Sturz der Parteivorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas zu diskutieren, müsse die SPD nach seiner Einschätzung vor allem ihre politische Ausrichtung und Vermittlung überprüfen. ### „Natürlich schmerzt mich das“ Mit Blick auf die SPD-Niederlage in Rheinland-Pfalz machte Beck seine Enttäuschung deutlich. „Natürlich schmerzt mich das.“ Viele in der Partei hätten „hart gearbeitet und etwas aufgebaut“. Umso bitterer sei das Ergebnis. Wenn man sehe, dass man trotz einer guten Spitzenperson und auch guter Kandidaten und obwohl das Land insgesamt gut dastehe, so eine Schlappe hinnehmen müsse, schmerze ihn das, sagte Beck der „Bild“. ### Bundesweite Stimmung und Erstarken der AfD Die Gründe für die Niederlage verortet Beck nicht im Land selbst. „Alle Daten, die mir vorliegen, sprechen davon, dass bundesweit eine negative Grundstimmung bei vielen Leuten entstanden ist. Und ich glaube, das ist die Grundlage für dieses Wahlergebnis. Dagegen war Schweitzer, der es gut gemacht hat, machtlos“, sagte Beck der „Bild“. Hinzu komme das Erstarken der AfD: „Zu meiner Zeit waren die Rechtsradikalen nicht so stark, wie sie es heute sind. Und das nimmt natürlich einen Teil des Wählerspektrums in Anspruch, der für uns zumindest im Moment nicht erreichbar ist.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück