# Kurdische Gemeinde warnt vor Staatsbesuch von Syriens Übergangspräsident Datum: 27.03.2026 00:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/kurdische-gemeinde-warnt-vor-staatsbesuch-von-syriens-uebergangspraesident-696198/ --- Der geplante Besuch des kurdischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin sorgt für scharfe Kritik. Der Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde Deutschland (KGD), Ali Ertan Toprak, stellt die demokratische Legitimation al-Scharaas in Frage und fordert von der Bundesregierung klare Bedingungen für den Umgang mit dem syrischen Machthaber. ## Schwere Vorwürfe gegen Ahmed al-Scharaa Ali Ertan Toprak, Bundesvorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland (KGD), kritisiert den bevorstehenden Besuch des kurdischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin scharf. „Al-Scharaa fehlt aus unserer Sicht jegliche demokratische Legitimation, zudem zählt er zu den schwersten Verbrechern des 21. Jahrhunderts“, sagte Toprak dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). Er forderte: „Wenn dieser Staatsbesuch stattfindet, erwarte ich von der Bundesregierung klare Bedingungen und eine unmissverständliche Haltung. Eine protokollarische Aufwertung darf es nicht geben.“ Der syrische Machthaber sei für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich, sagte Toprak dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Als früherer Anführer der islamistischen Terrororganisationen Al-Nusra-Front und Hayat Tahrir al-Sham trage al-Scharaa seiner Ansicht nach Mitverantwortung für Gewalt und Massaker gegen die Zivilbevölkerung in Syrien. Besonders betroffen seien Minderheiten wie Kurden, Jesiden, Alawiten, Drusen sowie Christen gewesen, sagte der KGD-Vorsitzende dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Es gebe zudem zahlreiche Berichte über Gewalt und Verschleppung unter al-Scharaas Führung. ### Forderungen an Bundesregierung und Kanzler Merz Bundeskanzler Merz müsse Menschenrechtsverletzungen klar benennen und konkrete Zusagen zum Schutz von Minderheiten einfordern, sagte Toprak dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Es darf keine politische Normalisierung ohne nachweisbare Verbesserungen der Menschenrechtslage, ohne Einführung demokratischer Strukturen und ohne Einbeziehung aller Volksgruppen bei der Machtverteilung geben.“ Eine finanzielle Hilfe müsse an diese Bedingungen geknüpft sein. „Alles andere wäre ein fatales Signal – sowohl gegenüber den Betroffenen in Syrien als auch gegenüber den Opfern dschihadistischer Gewalt im Westen“, sagte Toprak dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück