# Krings gegen pauschale Rente nach 45 Jahren Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-24T23:12:14+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-24T23:12:18+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/krings-gegen-pauschale-rente-nach-45-jahren-759816/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Günter Krings (CDU) lehnt das berufsbezogene Modell einer abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren ab. Statt pauschaler Regelungen für Berufsgruppen fordert er eine Einzelfallprüfung. ## Gesundheitliche Belastung als Kriterium Statt Anwartschaften pauschal nach Berufsgruppen festzulegen, plädiert Krings für eine Einzelfallprüfung. Schon im Papier der Rentenkommission stehe, es solle nur dann eine Möglichkeit geben, früher in Rente zu gehen, wenn man eine gesundheitlich belastende Tätigkeit ausübe, sagte Krings dem Nachrichtensender "Welt". Eine abschlagsfreie Rente soll nach Krings’ Vorstellung nur möglich sein, wenn eine gesundheitlich belastende Tätigkeit vorliegt. "Und das heißt natürlich, dass es eine Gesundheitsprüfung auch geben muss im Einzelfall. Gerechtigkeit ist immer auch eine Gerechtigkeit, die im Einzelfall dargestellt werden muss. Und ich bin sehr skeptisch, ob wir da ganze Berufsgruppen ausnehmen sollten". Dem "guten Vorschlag der Rentenkommission" zur Einzelfallprüfung wolle er "gerne folgen". "Zumal, dass wir es nicht mehr generell ermöglichen." ### Finanzielle und systemische Bedenken Aus finanzieller Sicht sei eine abschlagsfreie Rente nur durch Einzelfallprüfungen darstellbar, so Krings. "Das ist ja der Kernpunkt der Finanzierung auch der kapitalgedeckten Rente, des kapitalgedeckten Rentenelements. Und wenn wir an der Stelle dieses zentrale Thema Veränderungen auch beim frühzeitigen Renteneintritt rausbrechen, muss mir jemand erklären, wo er dann das Geld, was wir dann nicht einsparen können, dann hernimmt, um diese Kapitalrente aufzubauen". Der Vertrauensschutz für langjährig Versicherte bleibe gewahrt, da Rentenpunkte und eine "zwar relativ komplizierte, aber doch auch durchrechenbare Rentenanwartschaft" bestünden. "Das, was mit der sogenannten `Rente mit 63` eingeführt worden ist, ist ja ein Add-on, eigentlich ein System, was über die Versicherungsmathematik hinaus eingeführt worden ist und insofern eigentlich nicht auf Gerechtigkeitsüberlegungen und Vertrauensschutzüberlegungen basiert", sagte Krings dem Nachrichtensender "Welt". --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück