# Krach zweifelt an Vergesellschaftung von Wohnungsfirmen Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-09T15:53:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-09T15:53:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/krach-zweifelt-an-vergesellschaftung-von-wohnungsfirmen-764981/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Berlins SPD-Landes- und Fraktionschef Steffen Krach stellt während der Sondierungen für eine rot-grün-rote Koalition die Forderung nach einer Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne infrage. Er verweist auf juristische und finanzielle Hürden sowie fehlende Konzepte der Befürworter. ## Juristische und finanzielle Bedenken Steffen Krach äußerte sich im Interview mit dem Fernsehsender "Welt": "Ich glaube, dass es juristisch und auch finanziell nicht umsetzbar ist und auch nicht der schnellste Weg ist, tatsächlich das vorhandene Wohnraumproblem zu lösen". An seiner Haltung habe sich "von vor der Wahl zum Zeitpunkt nach der Wahl nichts geändert". ### Belastungsprobe für die Sondierungen Die Debatte um die Vergesellschaftung könnte eine der größten Herausforderungen der anlaufenden Gespräche werden. Krach räumte ein, dass die Positionen weit auseinanderliegen: "Ich gebe zu, dass diese Diskussion nicht ganz einfach wird", so der SPD-Politiker. ### Fehlende Konzepte und Haushaltsdruck Besonders kritisch merkte Krach an, dass die Befürworter einer Vergesellschaftung bisher kein belastbares Konzept vorgelegt hätten. "Ich würde auch gern wissen, wo das Konzept ist. Das habe ich im Wahlkampf nie gesehen. Es stand nur überall auf den Plakaten: `Deutsche Wohnen enteignen`. Was das kostet und was das bringt, wurde nie ernsthaft diskutiert“, sagte Krach. Zudem warnte er vor den finanziellen Folgen für den angespannten Berliner Haushalt. Angesichts milliardenschwerer Sparzwänge betonte er, dass die künftige Koalition unabhängig von ihrer Zusammensetzung harte Einschnitte vornehmen müsse. "Wir werden schon 2027 und 2028 kürzen müssen, weil das Geld fehlt. Das wird wehtun". --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück