# Krach wirft Union Planlosigkeit bei Wohnungsdebatte vor Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-26T14:22:05+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-26T14:22:09+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/krach-wirft-union-planlosigkeit-bei-wohnungsdebatte-vor-771047/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Berlins SPD-Chef Steffen Krach kritisiert die Pläne von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zur Verhinderung von Vergesellschaftungen. Die Union habe mit ihrer Einmischung in den Berliner Wahlkampf die Debatte erst angeheizt, so Krach. ## Vorwurf der Planlosigkeit und Verfassungsdebatte Das Agieren der Union offenbare eine "himmelschreiende Planlosigkeit", sagte Krach der "Süddeutschen Zeitung". Durch unausgegorene Verbotspläne habe die Union die Diskussion um Vergesellschaftungen befeuert und wundere sich anschließend über das Wahlergebnis. Der Koalitionsausschuss hatte am 2. Juli einen Plan für ein Bundesgesetz gegen Vergesellschaftungen beschlossen – mit Zustimmung der SPD-Spitze. ### Verfassungsrecht und Kritik an Dobrindts Ansatz Linkspartei, Grüne und SPD verweisen auf Artikel 15 des Grundgesetzes, der Vergesellschaftungen vorsieht. Krach betonte, Dobrindt müsse offenbar einsehen, dass er die Verfassung nicht aushebeln könne, und komme mit neuen wackeligen Ideen um die Ecke, sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Dass er selbst kein Fan von Vergesellschaftungen sei, sei hinlänglich bekannt. Aber was von Dobrindt komme, wirke "zunehmend aktionistisch und peinlich". Dobrindt will Vergesellschaftungen nur zum Verkehrswert der Wohnungen zulassen. Das würde deutlich mehr als die von Rot-Grün-Rot veranschlagten 16 Milliarden Euro für bis zu 160.000 Wohnungen kosten. Zudem verlangt er einen Nachweis, dass alle anderen Mittel zur Schaffung günstigeren Wohnraums ausgeschöpft wurden. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück