# Krach und Schwerdtner gegen Wohngeld-Kürzungen Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-14T00:42:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-14T00:42:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/krach-und-schwerdtner-gegen-wohngeld-kuerzungen-755268/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach und Linken-Chefin Ines Schwerdtner lehnen die geplanten Einsparungen beim Wohngeld ab. Bundesbauministerin Verena Hubertz signalisiert indes Offenheit für Nachbesserungen. ## Kritik aus Berlin an Kürzungsplänen Steffen Krach, Spitzenkandidat und Landesvorsitzender der SPD Berlin, fordert die Rücknahme der geplanten Wohngeld-Kürzungen. Die SPD Berlin lehne diese Einsparungen ab und wolle deren Umsetzung verhindern, sagte Krach der „Rheinischen Post“. In Berlin seien 55.000 Menschen auf Wohngeld angewiesen, so Krach. Die Kürzungen seien Thema im Straßenwahlkampf. Er könne Rentnern oder alleinerziehenden Müttern, die trotz Arbeit ihre Miete nicht zahlen könnten, nicht erklären, warum bei ihnen gespart werden solle, aber das Dienstwagenprivileg nicht angefasst werde. "Das ist keine sozialdemokratische Politik." ### Linken-Chefin warnt vor Armutsbeschleunigung Ähnlich äußerte sich Ines Schwerdtner, Chefin der Linken. Unabhängig von Gesundheit, Pflege und Rente seien es vor allem die Kürzungspläne beim Wohngeld, die wie ein Armutsbeschleuniger wirken würden, sagte sie. Das Wohngeld sichere aktuell 2,5 Millionen Menschen in 1,2 Millionen Haushalten ab. Die Bundesregierung mache ausgerechnet bei denen die Kasse leer, die ohnehin jeden Euro zweimal umdrehen müssten, kritisierte Schwerdtner. "Das ist kein Sparprogramm, sondern ein Armutsprogramm" ### Bundesbauministerin signalisiert Nachbesserungen Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hatte die geplanten Kürzungen zuvor in der "Rheinischen Post" verteidigt. Zugleich signalisierte sie Offenheit für Nachbesserungen im parlamentarischen Verfahren. Sie wisse, was das für viele Menschen bedeuten werde, sagte Hubertz. In den Beratungen werde das Thema sicher noch eine Rolle spielen – und das unterstütze sie auch ausdrücklich. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück