# Kommunalwahl 2026: Wo AfD und Linke in Osnabrück besonders stark sind Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-14T11:05:03+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-14T14:06:52+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/kommunalwahl-2026-wo-afd-und-linke-in-osnabrueck-besonders-stark-sind-755436/ Kategorie: Aktuell --- Die politischen Kräfteverhältnisse unterscheiden sich in Osnabrück teils deutlich. Das zeigt der Blick auf die Ergebnisse der Kommunalwahl 2026. Besonders auffällig ist der Vergleich zwischen AfD und Linken: Während die AfD ihre stärksten Ergebnisse vor allem im Norden, Nordwesten und Osten der Stadt erzielt, ist die Linke insbesondere in der Innenstadt sowie im Westen und Südwesten erfolgreich. ## AfD besonders stark im Norden und Osten Ihr bestes Ergebnis erzielt die AfD im Wahlbereich 7. Zu ihm gehören Atter, Eversburg und der Hafen. Dort kommt die Partei auf rund 12,5 Prozent. Auf Platz zwei folgt der Wahlbereich 2 mit Darum, Gretesch, Lüstringen, Schinkel-Ost und Widukindland. Hier erreicht die AfD 11,5 Prozent. Auch im Norden ist die Partei stark: Im Wahlbereich 8 mit Dodesheide, Haste, Pye und Sonnenhügel kommt sie auf 10,8 Prozent. Ebenfalls die Zehn-Prozent-Marke erreicht die AfD im Wahlbereich 1 mit Gartlage, Innenstadt und Schinkel. In Fledder, Schölerberg und Voxtrup sind es im Wahlbereich 3 rund 9,4 Prozent. Deutlich schwächer fällt das Ergebnis dagegen im Westen und Südwesten aus. Im Wahlbereich 5 mit Hellern und Wüste erreicht die AfD etwa 5,3 Prozent. Ihr schwächstes Ergebnis erzielt sie im Wahlbereich 6 mit unter anderem Westerberg und Weststadt: Dort kommt sie auf rund 4,3 Prozent. Damit liegen zwischen dem stärksten und dem schwächsten Wahlbereich der AfD mehr als acht Prozentpunkte. ### Linke hat ihren Schwerpunkt in der Innenstadt Bei der Linken zeigt sich ein anderes Bild. Ihr mit Abstand stärkstes Ergebnis erzielt sie im Wahlbereich 1. In Gartlage, Innenstadt und Schinkel kommt die Partei auf rund 18,2 Prozent. Auf Platz zwei folgt der Wahlbereich 4 mit etwa 14 Prozent. Zu diesem Gebiet gehören unter anderem Kalkhügel, Nahne und Sutthausen. Im Wahlbereich 5 mit Hellern und Wüste erreicht die Linke rund 13,8 Prozent. Ebenfalls stark ist sie im Wahlbereich 3 mit Fledder, Schölerberg und Voxtrup. Dort kommt die Partei auf rund 13 Prozent. Im Wahlbereich 6 mit Westerberg und Weststadt sind es etwa 12,8 Prozent. Schwächer schneidet die Linke dagegen im Norden und Osten ab. Im Wahlbereich 7 liegt sie bei rund 11,8 Prozent, im Wahlbereich 8 bei etwa 9,3 Prozent. Ihr niedrigstes Ergebnis erreicht sie im Wahlbereich 2 mit Darum, Gretesch, Lüstringen, Schinkel-Ost und Widukindland: rund 8,2 Prozent. ### Zwei unterschiedliche politische Landkarten Der Vergleich macht die Unterschiede besonders deutlich. Im Wahlbereich 6 (Westerberg und Weststadt) beispielsweise kommt die AfD nur auf rund 4,3 Prozent, während die Linke dort knapp 13 Prozent erreicht. Im Wahlbereich 2 ist das Verhältnis deutlich ausgeglichener: Die AfD liegt bei etwa 11,5 Prozent, die Linke bei rund 8,2 Prozent. Eine Besonderheit ist der Wahlbereich 1. Dort sind beide Parteien vergleichsweise stark. Die Linke erreicht mit rund 18 Prozent ihr stadtweites Spitzenresultat, gleichzeitig kommt die AfD auf etwa zehn Prozent. ### Vergleich mit früheren Wahlen zeigt Unterschiede – AfD verpasst selbst gestecktes Ziel Im Vergleich mit früheren Wahlen zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen AfD und Linken in Osnabrück. Die AfD erreichte bei der Kommunalwahl 2026 in Osnabrück 8,5 Prozent und liegt damit über ihrem Ergebnis von 7,92 Prozent bei der Kommunalwahl 2021, aber deutlich unter ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl 2025 (11,52 Prozent). Bei der Europawahl 2024 kam sie auf 7,25 Prozent. Das selbst gesteckte Ziel verfehlte die AfD: [Zu Jahresbeginn hatte der Osnabrücker Stadtverband angekündigt](https://hasepost.de/mit-diesen-kandidaten-will-die-afd-in-den-osnabruecker-stadtrat-677637/), bei der Kommunalwahl mehr als zehn Prozent erreichen und damit mindestens fünf Sitze im 50-köpfigen Stadtrat holen zu wollen. Am Ende kam die Partei auf 8,5 Prozent und bekommt damit vier Sitze. Bei der Linken fällt die Entwicklung so aus: Sie steigerte sich von 4,63 Prozent bei der Kommunalwahl 2021 über 3,61 Prozent bei der Europawahl 2024 auf 11,1 Prozent bei der Bundestagswahl 2025 und schließlich 12,7 Prozent bei der Kommunalwahl 2026. Während die AfD bei den Kommunalwahlen also vergleichsweise weniger stark abschneidet als bei der Bundestagswahl, hat die Linke bei der Kommunalwahl 2026 ihr bislang bestes Ergebnis in diesem Vergleich erzielt. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück