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Startseite AktuellKommentar: Wie dumm kann man eigentlich … IG-Metall will mehr Geld, auch für VW-Beschäftigte
AktuellKommentarMeinung & KolumneOsnabrück

Kommentar: Wie dumm kann man eigentlich … IG-Metall will mehr Geld, auch für VW-Beschäftigte

von Heiko Pohlmann 29. Oktober 2024
von Heiko Pohlmann 29. Oktober 2024
Kommenbtar zum IGM Streik vor VW Osnabrück / Foto: IGM Osnabrück
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Weniger als 24 Stunden, tatsächlich nicht einmal einen halben Tag nachdem sich am VW-Konzernsitz die Spar- und Schließungspläne konkretisiert haben und das Volkswagen-Werk in Osnabrück ganz nach oben auf die Liste der zu schließenden Standorte gerutscht ist, protestiert die IG Metall vor den Werktoren im Fledder für 7 % mehr Gehalt und animiert die VW-Beschäftigten, für zwei Stunden die Arbeit niederzulegen.

In der am Morgen nach der direkt um Mitternacht gestarteten Streikaktion veröffentlichten Pressemitteilung der Gewerkschaft fehlt jedoch eines: ein Hinweis darauf, was dem VW-Standort Osnabrück drohen könnte und meiner Meinung nach alles andere überschattet – selbst den aktuellen Tarifkonflikt.

Ein Kommentar von Heiko Pohlmann

Ja, ich bin mir als Kritiker von allzu viel linker Folklore – nichts anderes betreiben die Gewerkschaften meiner Ansicht nach die allermeiste Zeit – selbstverständlich bewusst, dass es bei den laufenden Tarifverhandlungen nicht allein um die rund 2.300 Osnabrücker VW-Mitarbeiter geht.

Insgesamt, so die IG Metall, vertritt sie im Tarifgebiet Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim rund 16.000 Beschäftigte. Nun ja, wenn es schlecht läuft, sind es in wenigen Monaten keine 14.000 Mitglieder mehr. Rechnet man die Beschäftigten von Zulieferern und anderen direkt und indirekt „am Tropf“ von Volkswagen hängenden Betrieben hinzu, könnte es auch noch ein paar Hundert weitere Metallarbeiter treffen, die nach der Fertigstellung des letzten VW-Auftrags in den ehemaligen Karmann-Hallen ihren Job verlieren.

Bei allem Verständnis für die Belastungen, die die grassierende Inflation und die Misswirtschaft der Ampelregierung auch den Arbeitnehmern in den einst sicher geglaubten Metallberufen auferlegt, ist dieser Warnstreik an Lächerlichkeit und Dummheit kaum zu überbieten –insbesondere vor den Werktoren von Volkswagen Osnabrück, die sich womöglich bald für immer schließen könnten.
Aber auch die Forderung nach 7 % mehr Gehalt, sollte hinterfragt werden. Erst im vergangenen Mai wurden nach IGM-Angaben die Entgelte um 3,3 % erhöht, im Juni 2023 um 5,2 %. Und nun – so zumindest die aktuelle Forderung – schon wieder 7 % mehr, während VW, ZF und die sonstige Automobilindustrie sich gerade in einer existenziellen Krise befindet? Zahlreiche Metallarbeiter werden bald gar nichts mehr von ihren Arbeitgebern bekommen, außer die Kündigung. Andere Metaller werden froh sein, wenn es bei einem Lohnverzicht bleibt.

Und jetzt komme mir bitte niemand mit den erst kürzlich gezahlten Dividenden des VW-Konzerns (übrigens: nicht der Marke!). Erstens wurde diese Dividende auch unter Einbeziehung der IG-Metall und der grünen Julia Willie Hamburg im Aufsichtsrat genehmigt. Und zweitens hätte ein Dividendenverzicht die ohnehin schon schlecht bewertete VW-Aktie nochmals deutlich ins Minus gedrückt. Kann sich die VW-Aktie am Markt und bei ihren großen Anteilseignern nicht halten, reden wir nicht mehr über drei Werkschließungen, dann stünde das zeitweise höchstverschuldete Unternehmen der Welt komplett zur Disposition.

Solidarität war doch mal so etwas wie ein Markenzeichen der Gewerkschaften? Diese scheint irgendwo und irgendwann abhandengekommen zu sein oder nur noch dann zu gelten, wenn es darum geht, Maximalforderungen durchzusetzen – allerdings für immer weniger Gewerkschaftsmitglieder. Irgendwann werden dann auch in den Gewerkschaftszentralen die Lichter ausgehen. Aber macht nur weiter so… „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“ war ja auch mal so eine Parole, die unter roten Fahnen skandiert wurde. Der Arbeiterstaat, an dessen Spitze eine Einheitsgewerkschaft stand, wurde von der Realität und mutigen Bürgern hinweggefegt und von einem reichem Westdeutschland aufgefangen.
Wenn das aktuelle und vereinigte Deutschland vor die Hunde geht, gibt es niemanden, der uns auffängt. Schon jetzt gibt es immer weniger Bereitschaft in der Welt, unsere Produkte zu kaufen, damit wir uns selbst retten können. Sollten wir nicht besser dafür streiten und streiken, dass sich das ändert? Dann wären vielleicht irgendwann auch wieder Lohnforderungen möglich, die angesichts der aktuellen Lage nur als utopisch zu bezeichnen sind.

Hintergrund: Das bieten die Arbeitgeber, das fordert die die IGM

Die IG Metall fordert eine Entgelterhöhung von 7% für eine Laufzeit von 12 Monaten sowie eine überproportionale Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 170 Euro.
Im Gegensatz dazu bieten die Arbeitgeber an, in den ersten neun Monaten keine Erhöhung vorzunehmen. Anschließend sollen die Entgelte um 1,7% zum 1. Juli 2025 und um 1,9% zum 1. Juli 2026 steigen, mit einer Gesamtlaufzeit von 27 Monaten bis Ende 2026. Außerdem sind sie bereit, über eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und zusätzliche Freistellungstage zu sprechen. Sie fordern jedoch auch das Recht, Tarifbestandteile dauerhaft einseitig streichen zu können (das nennt sich dann „Differenzierung“).


[Gruß vom Herausgeber] Liebe Leserin, lieber Leser, schön, dass Sie es bis hier ganz unten geschafft haben. Ein paar Zeilen weiter finden Sie noch den obligatorischen Hinweis, dass gekennzeichnete Meinungsbeiträge stets ausschließlich die Meinung des Autors wiedergeben. Aber ich möchte diesem förmlichen Disclaimer noch etwas hinzufügen. Natürlich haben Sie, wie auch ich und jeder andere Leser, eine eigene Meinung. Vielleicht weicht Ihre Meinung fundamental von diesem oder einem anderen bei uns veröffentlichten Kommentar ab, vielleicht stimmen Sie aber auch vollkommen zu oder aber Ihre Meinung ist „irgendwo dazwischen“. Vielleicht kann ein Kommentar in der Hasepost dabei helfen, neue Gedanken zu denken oder bestehende An- und Einsichten nochmals zu überdenken, dann haben wir und unsere Autoren etwas richtig gemacht und ganz generell zum Denken angeregt.

„Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.“ (C. G. Jung)
Bitte denken Sie mehr. Ihr Heiko Pohlmann


Als Kommentar, Kolumne, Meinungsbeitrag oder Satire gekennzeichnete Beiträge geben stets ausschließlich die Meinung des jeweiligen Autors wieder, nicht die der gesamten Redaktion.

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Heiko Pohlmann

Heiko Pohlmann gründete die HASEPOST 2014, basierend auf dem unter dem Titel "I-love-OS" seit 2011 erschienenen Tumbler-Blog. Die Ursprungsidee reicht auf das bereits 1996 gestartete Projekt "Loewenpudel.de" zurück. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/385984-11

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