HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
.
Stadt Osnabrück und SWO Netz erneuern Infrastruktur in...
Nach Säureattacke: Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur bis mindestens 11....
Museum Industriekultur Osnabrück öffnet künftig auch dienstags
Gute Nachricht des Tages: Allergikerfreundlicher Apfel der Hochschule...
Gericht weist Klage von Ex-OB Griesert gegen Mehrfamilienhaus...
Vogelgrippe-Virus H5N1 im Zoo Osnabrück bestätigt
Einbruch in ein Wohnhaus in Bramsche
Feministischer Kampftag 2026: Am 8. März wird in...
Das bedeutet die Städtefreundschaft zwischen Hefei und Osnabrück
Das sind die nervigsten Baustellen in Osnabrück
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • ✨ KI-Leitlinie
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH
Impressum & Datenschutzerklärung.

Startseite AktuellKommentar: Olympia 2022 – ein Land inszeniert sich und die Welt schaut dabei zu
AktuellKommentarMeinung & Kolumne

Kommentar: Olympia 2022 – ein Land inszeniert sich und die Welt schaut dabei zu

von Maurice Guss 4. Februar 2022
von Maurice Guss 4. Februar 2022
Olympia 2022 in Peking
13

Olympia 2022 in Peking

Die olympischen Spiele 2022 sind eröffnet – oder soll ich lieber sagen: die Propagandaspiele der zahlenmäßig größten Diktatur der Welt? Denn während eine überwältigende Mehrheit der Sportlerherzen beim Blick auf die Winterspiele bluten wird, reiben sich die chinesischen Machthaber um Staatspräsident Xi Jinping wieder einmal die Hände – und die ganze Welt schaut dabei zu.

Ein Kommentar von Maurice Guss

Aus rein sportlicher Sicht ist gegen die Winterspiele in der Millionenmetropole Peking eigentlich kaum etwas einzuwenden: Die Olympioniken erwarten neue und hochmoderne Sportanlagen und eine umfassende Versorgung in, von der Öffentlichkeit weitgehend abgeschotteten, “Olympia-Dörfern“ – eigentlich beste Voraussetzungen für sportliche Erfolge.

Hinzu kommt die von der chinesischen Regierung vorgesehene “Null-Covid-Strategie“, die unter anderem tägliche PCR-Tests für alle Sportlerinnen und Sportler vorschreibt, um – der Name verrät es – nach Möglichkeit null Covid-Fälle während der Spiele zu haben. Zwar wurden bei Einreisekontrollen am Flughafen bereits über 130 Aktive positiv getestet, doch ein Corona-Fiasko wie bei der jüngst zu Ende gegangenen Handball-EM könnte während der Spiele ausbleiben.

Über den Spielen liegt ein Schatten

Abseits der sportlichen Perspektive liegt über den chinesischen Winterspielen allerdings ein dunkler Schatten. Auch wenn die Unkenrufe a la „Sport hat nichts mit Politik zu tun“ immer mal wieder in Vorschein treten – die Vorgänge in der Politik in und um China können nicht ignoriert werden. Zahlreiche Verbrechen der Jinping-Regierung gegen die Menschlichkeit, seien es die Verbrechen gegen die Minderheit der Uiguren und weiteren muslimischen Staatsangehörigen oder gegen die Demokratiebewegung in der Sonderverwaltungszone Hongkong, sind längst offene Geheimnisse. Und das scharfe Vorgehen gegen Systemkritiker macht auch vor Olympia keinen Halt.

Schweigend in China

Olympioniken, die sich während der Spiele kritisch äußern, drohte Chinas Regierung bereits mit Strafen. Dass China Ernst macht, zeigte im vergangenen Jahr der Fall Peng Shuai. Die chinesische Tennisspielerin verschwand nach Missbrauchsvorwürfen gegen den ehemaligen Vizepremierminister Zhang Gaoli urplötzlich von der Bildfläche und tauchte anschließend erst in Videos wieder auf, in denen sie zurückruderte. Das “Reich der Mitte“ macht also notfalls auch mit rabiaten Methoden klar, wer der Chef ist. Bei den Olympioniken hinterlässt das Eindruck, wie zahlreiche deutsche Sportlerinnen und Sportler vor Reiseantritt deutlich machten, indem sie ankündigten, während des China-Aufenthalts lieber schweigen zu wollen.

Seite an Seite mit Chinas Machthaber Xi Jinping steht mit Thomas Bach der deutsche Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Thomas Bach – der Mann, der die nachweislich korrupten Propagandaspiele in Sotschi (Russland) einst als „Spiele der Athleten“ betitelte. Der Mann, der Doping-Whistleblowerin Julia Stepanowa einst aus „ethischen Gründen“ nicht zu den Spielen in Rio de Janeiro zuließ. Der Mann, der gern den Schulterschluss zu, nennen wir es,  “spezialdemokratischen“ Ländern sucht und graue Verbindungen zwischen Sport, Wirtschaft und Politik bis hinein ins deutsche Innenministerium zu pflegen weiß.

Olympia 2022 – ein Land inszeniert sich

Es bedarf eigentlich gar keines wirklichen Kommentars zu diesen olympischen Spielen. Eine reine Faktenaufzählung reicht vollkommen aus, um dieses sportliche Event als Propagandashow zu entlarven. Show trifft es dabei wohl sehr gut, denn die ganze Welt wird in den kommenden rund drei Wochen dabei zusehen, wie sich ein Land unter gütiger Mithilfe des deutschen IOC-Präsidenten inszeniert, beginnend und endend mit pompösen Feuerwerken – China natürlich stets im Vordergrund.

Dies wird auch wieder für die sportlichen Erfolge gelten, für die in China notfalls auch zu banalen Tricks gegriffen wird: 16 Nordamerikaner wurden kurzfristig eingebürgert, um eine Blamage des Eishockey-Teams zu umgehen. Damit die Einbürgerung rechtlich funktioniert, hat (wer auch sonst?) auch das IOC mitgeholfen. Warum sich bei über einer Milliarde Einwohner keine eigenen geeigneten Eishockey-Spieler finden? Ach ja, weil China mit Wintersport eigentlich so rein gar nichts zu tun hat. Aber danach fragt bei Propagandaspielen halt niemand. Milliarden wurden in neue Anlagen gepumpt, brauchen tut sie im Anschluss an die Spiele vermutlich niemand mehr. Drei Uiguren machen sich im Gefangenenlager drüber lustig – man hörte nie wieder was von ihnen. (Vorsicht Satire!!!)

Großevents und ihre Gastgeberländer

Dass China mit seinen Propagandaspielen durchkommt, ist mittlerweile offensichtlich. Die Mittel gegen propagandistische Sportevents in Diktaturen sind begrenzt, erst recht, wenn die wichtigste Organisation, im Falle der Olympischen Spiele das IOC, den Schulterschluss mit den Gastgeberländern sucht. Über die diplomatischen Boykotts unter anderem von den USA werden Jinping und Bach vermutlich ähnlich lachen wie einst Armin Laschet über Flutkatastrophen.

Abschließend wären da noch die Interessen der Zuschauer und Fans. Brauchen wir über deren Relevanz überhaupt reden? Solange das Geld fließt, bedarf es keiner Zustimmung von ihnen – die Winter-WM in Katar lässt grüßen! Wir hören uns dann wieder.

PS: Katar hat großes Interesse an den Olympischen Spielen 2032, hihi 😉

 


Hier finden Sie alle bislang erschienenen Meinungsbeiträge.

[Gruß vom Herausgeber] Liebe Leserin, lieber Leser, schön, dass Sie es bis hier ganz unten geschafft haben. Ein paar Zeilen weiter finden Sie noch den obligatorischen Hinweis, dass gekennzeichnete Meinungsbeiträge stets ausschließlich die Meinung des Autors wiedergeben. Aber ich möchte diesem förmlichen Disclaimer noch etwas hinzufügen. Natürlich haben Sie, wie auch ich und jeder andere Leser, eine eigene Meinung. Vielleicht weicht Ihre Meinung fundamental von diesem oder einem anderen bei uns veröffentlichten Kommentar ab, vielleicht stimmen Sie aber auch vollkommen zu oder aber Ihre Meinung ist „irgendwo dazwischen“.
Vielleicht kann ein Kommentar in der Hasepost dabei helfen neue Gedanken zu denken oder bestehende An- und Einsichten nochmals zu überdenken, dann haben wir und unsere Autoren etwas richtig gemacht und ganz generell zum Denken angeregt.

„Denken ist schwer, darum urteilen die meisten“ (C. G Jung).
Bitte denken Sie mehr, Ihr Heiko Pohlmann.


Als Kommentar, Kolumne, Meinungsbeitrag oder Satire gekennzeichnete Beiträge geben stets ausschließlich die Meinung des jeweiligen Autors wieder, nicht die der gesamten Redaktion.

0 Kommentare 0 FacebookTwitterPinterestEmail
Maurice Guss

Maurice Guss absolvierte im Herbst 2019 ein Praktikum bei der HASEPOST. Im Anschluss berichtete er zunächst als freier Mitarbeiter über spannende Themen in Osnabrück. Seit 2021 arbeitet er fest im Redaktionsteam und absolviert ein Fernstudium in Medien- und Kommunikationsmanagement. Nicht nur weil er selbst mehrfach in der Woche auf dem Fußballfeld steht, berichtet er besonders gerne über den VfL Osnabrück.

vorheriger Artikel
Osnabrück: Mann tätigte exhibitionistische Handlungen und wurde zu 5 Monaten Haft verurteilt
nächster Artikel
Mobile Impfteams sind im Stadtgebiet unterwegs

das könnte Sie auch interessieren

Stadt Osnabrück und SWO Netz erneuern Infrastruktur in...

26. Februar 2026

Nach Säureattacke: Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur bis mindestens 11....

26. Februar 2026

Museum Industriekultur Osnabrück öffnet künftig auch dienstags

26. Februar 2026

Gute Nachricht des Tages: Allergikerfreundlicher Apfel der Hochschule...

26. Februar 2026

Gericht weist Klage von Ex-OB Griesert gegen Mehrfamilienhaus...

26. Februar 2026

Vogelgrippe-Virus H5N1 im Zoo Osnabrück bestätigt

26. Februar 2026

Einbruch in ein Wohnhaus in Bramsche

26. Februar 2026

Feministischer Kampftag 2026: Am 8. März wird in...

26. Februar 2026

Das bedeutet die Städtefreundschaft zwischen Hefei und Osnabrück

26. Februar 2026

Das sind die nervigsten Baustellen in Osnabrück

26. Februar 2026


Aktuelle Artikel

  • Evonik prüft Regress wegen US-Zöllen in Millionenhöhe

    26. Februar 2026
  • Stadt Osnabrück und SWO Netz erneuern Infrastruktur in Sutthausen

    26. Februar 2026
  • Steuerzahlerbund kritisiert Milliardenkosten für Schloss-Bellevue-Sanierung

    26. Februar 2026
  • Nach Säureattacke: Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur bis mindestens 11. März geschlossen

    26. Februar 2026
  • Roth wirft Kulturstaatsminister Weimer Angriff auf Kunstfreiheit vor

    26. Februar 2026


Impressum

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH   ·   Impressum & Datenschutzerklärung   ·   Made with ♡ in Osnabrück.   ·  Unsere Partnerportale:
OSNA.dating Partnersuche   ·   Hilfethemen für die US Einreise mit dem ESTA.  ·   www.kfz-versicherung-trotz-schufa.com  


zurück nach oben
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Home3 demos
  • Politics
  • Economy
  • Sport
  • Culture
  • Technology
  • Region Osnabrück+ Kreis ST
  • Seite 3