HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
.
Fridays for Future Osnabrück mobilisiert nur ein Dutzend...
Riesselmann hat das letzte Wort: VfL Osnabrück holt...
Osnabrücks Zukunft zum Anfassen: Erlebnistour durch die Smart...
Gewaltexesse beim Ossensamstag – Osnabrücker Polizei nennt das...
Ein Spiegelbild reger Aktivitäten: So war die Jahreshauptversammlung...
Hüttensonntag 2026 in Georgsmarienhütte: Wo, wie, wann und...
Fahrbahn- und Radwegerneuerung zwischen Osnabrück-Nahne und Georgsmarienhütte: Fortsetzung...
Vollsperrung der B68 bei Wallenhorst: Ersatzneubau einer Verkehrszeichenbrücke...
Ossensamstag 2026 in Osnabrück: Wo, wie, wann und...
Jetzt WiO-Wohnungen besichtigen: Tag der offenen Baustelle im...
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • ✨ KI-Selbstverpflichtung
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH
Impressum & Datenschutzerklärung.

Startseite AktuellKommentar: „Klimaticket“ fürs Klima oder für die Katz?
AktuellMeinung & KolumneOsnabrück

Kommentar: „Klimaticket“ fürs Klima oder für die Katz?

von Jan-Luca Köster 21. Oktober 2022
von Jan-Luca Köster 21. Oktober 2022
HASEPOST Redaktion
14

(Symbolbild) 9-Euro-Ticket

Das 49-Euro-Ticket ist beschlossen und soll ab 2023 erhältlich sein. Dabei stehen nicht nur die Finanzierung und Ausgestaltung noch nicht endgültig fest, auch verpasst das Fahrkartenmodell die Chance auf einen entscheidenen Schritt in Richtung Verkehrswende und vergisst dabei zusätzlich die finanziell schwächste Bevölkerungsschicht.

Ein Kommentar von Jan-Luca Köster

Im Sommer berichtete der Verband der Verkehrsunternehmen von einem „vollen Erfolg“ des 9-Euro-Tickets. So seien insgesamt 52 Millionen Fahrkarten verkauft und damit rund 1.8 Millionen Tonnen CO₂ eingespart worden. Lange und kontrovers wurde daraufhin über eine mögliche Nachfolge des Ticketmodells diskutiert. Jetzt konnte man sich auf eine Version in Form eines 49-Euro Tickets einigen. Das ist bedeutend zu teuer um an den Erfolg anzuknüpfen!

Entlastung kommt, aber für wen genau?

Was kostet eine Tageskarte mit der Bahn in Köln, welches ist das sinnvollste Ticket für den Monat in Osnabrück? Fragen, mit denen man sich ab 2023 nicht mehr befassen muss, wenn zukünftig der schier undurchschaubare Tarifdschungel der unterschiedlichen regionalen Verkehrsbände gelichtet wird. Ein Lichtblick zumindest für all diejenigen, die es sich leisten können. Denn was die Vielfahrerin und den Vielfahrer zeits finanziell entlasten wird, bleibt für die sozioökonimisch Schwächsten weiterhin ein unbezahlbarer Luxus: Der Hartz IV-Satz sieht derzeit eine Verkehrspauschale von 40,27 Euro pro Monat vor – ein „Klimaticket“, wie der 9-Ticket-Nachfolger möglicherweise heißen soll, ist damit nicht zu bezahlen.

Für Menschen, die durch das 9-Euro-Ticket erstmals auch überregional mobil wurden, rückt diese Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wieder in unerreichbare Ferne. Und selbst wenn es nicht um den überregionalen Freizeitausflug geht, reicht die bedachte Pauschale noch immer nicht aus, sich im hiesigen ÖPNV einen Monat lang zu frei zu bewegen. Die Entscheidung liegt also nicht zwischen dem „Klimaticket“ oder der Monatskarte, sondern zwischen dem Schwarz- oder gar nicht fahren.

Hohe Kosten für Staat und Umwelt

Zudem verpasst ein Preis von 49 Euro die Chance, Leute in den ÖPNV zu locken, die beispielsweise nicht täglich mit dem Bus in die Stadt fahren. Der Ausweg aufs Auto scheint bei unregelmäßiger Verwendung weiterhin attraktiver. Bei Bequemlichkeit und selbst im Aspekt Kosten kann das „Klimaticket“ nicht mit dem Auto mithalten. Der Nachteil, der sich daraus fürs Klima ergibt, ist offensichtlich.

Knackpunkt in den Verhandlungen war logischerweise die Finanzierung des neuen Ticketsmodells: So berichtete die Bild, dass der Bund 1,5 Milliarden Euro für das Projekt bereithalte, die Länder sollen ebensoviel beisteuern. Sicher eine Menge Geld, die sinnvoll eingesetzt werden will und bei Fortführung einer günstigeren Variante nicht unerheblich höher wäre. Wenn man diese Summen jedoch in Relation zu den vom Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwarteten Kosten stellt, die ohne stärkere Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels auf Deutschland zukommen könnten, relativiert sich das Bild. Bis zu 800 Milliarden Euro ergeben die Berechnungen des DIW allein bis 2050. Eine geeignete Maßnahme zur Bekämpfung des Klimawandels stellt der Wechsel von Individualverkehr auf öffentliche Verkehrsmittel jedenfalls dar. Der Ausbau und die Steigerung der Attraktivität, die sich aus Vergünstigungen ergibt, sind dafür obligatorisch.

Der gute Wille zur Verkehrswende allein reicht nicht aus. Der Idee eines „Klimatickets“, das durch Vergünstigung zur Einsparung von CO₂ im Verkehr führen soll, wird nicht konsequent Rechnung getragen und somit eine Chance auf einen Schritt in Richtung sozialverträglicher Verkehrswende verpasst!


Hier finden Sie alle bislang erschienenen Meinungsbeiträge.

[Gruß vom Herausgeber] Liebe Leserin, lieber Leser, schön, dass Sie es bis hier ganz unten geschafft haben. Ein paar Zeilen weiter finden Sie noch den obligatorischen Hinweis, dass gekennzeichnete Meinungsbeiträge stets ausschließlich die Meinung des Autors wiedergeben. Aber ich möchte diesem förmlichen Disclaimer noch etwas hinzufügen. Natürlich haben Sie, wie auch ich und jeder andere Leser, eine eigene Meinung. Vielleicht weicht Ihre Meinung fundamental von diesem oder einem anderen bei uns veröffentlichten Kommentar ab, vielleicht stimmen Sie aber auch vollkommen zu oder aber Ihre Meinung ist „irgendwo dazwischen“.
Vielleicht kann ein Kommentar in der Hasepost dabei helfen, neue Gedanken zu denken oder bestehende An- und Einsichten nochmals zu überdenken, dann haben wir und unsere Autoren etwas richtig gemacht und ganz generell zum Denken angeregt.

„Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.“ (C. G Jung)
Bitte denken Sie mehr, Ihr Heiko Pohlmann.

0 Kommentare 0 FacebookTwitterPinterestEmail
Jan-Luca Köster

Jan-Luca Köster ist seit dem Spätsommer 2022 im Team der Hasepost und unterstützt die Redaktion als Praktikant.

vorheriger Artikel
Start des letzten Bauabschnitts an der Großen Schulstraße um zwei Wochen verschoben
nächster Artikel
Partnerschaft mit ProBeweis: Klinikum Osnabrück wird Anlaufstelle für Opfer sexualisierter und häuslicher Gewalt

das könnte Sie auch interessieren

Fridays for Future Osnabrück mobilisiert nur ein Dutzend...

15. Februar 2026

Riesselmann hat das letzte Wort: VfL Osnabrück holt...

15. Februar 2026

Osnabrücks Zukunft zum Anfassen: Erlebnistour durch die Smart...

15. Februar 2026

Gewaltexesse beim Ossensamstag – Osnabrücker Polizei nennt das...

15. Februar 2026

Ein Spiegelbild reger Aktivitäten: So war die Jahreshauptversammlung...

15. Februar 2026

Hüttensonntag 2026 in Georgsmarienhütte: Wo, wie, wann und...

15. Februar 2026

Fahrbahn- und Radwegerneuerung zwischen Osnabrück-Nahne und Georgsmarienhütte: Fortsetzung...

15. Februar 2026

Vollsperrung der B68 bei Wallenhorst: Ersatzneubau einer Verkehrszeichenbrücke...

14. Februar 2026

Ossensamstag 2026 in Osnabrück: Wo, wie, wann und...

14. Februar 2026

Jetzt WiO-Wohnungen besichtigen: Tag der offenen Baustelle im...

14. Februar 2026


Aktuelle Artikel

  • Fridays for Future Osnabrück mobilisiert nur ein Dutzend gegen Trump und Merz

    15. Februar 2026
  • Augsburg siegt per Elfmeter gegen Heidenheim im Abstiegskampf

    15. Februar 2026
  • Scharfe Kritik: Sicherheitskonferenz ohne klare Ukraine-Zusagen

    15. Februar 2026
  • Polizei zieht positive Bilanz zur Münchner Sicherheitskonferenz-Einsatzlage

    15. Februar 2026
  • AfD unterstützt Linnemanns Pläne zu Spitzensteuersatz und Bürgergeld

    15. Februar 2026


Impressum

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH   ·   Impressum & Datenschutzerklärung   ·   Made with ♡ in Osnabrück.   ·  Unsere Partnerportale:
OSNA.dating Partnersuche   ·   Hilfethemen für die US Einreise mit dem ESTA.  ·   www.kfz-versicherung-trotz-schufa.com  


zurück nach oben
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Home3 demos
  • Politics
  • Economy
  • Sport
  • Culture
  • Technology
  • Region Osnabrück+ Kreis ST
  • Seite 3