# Koçak gibt Innenausschuss-Sitz nach Remmo-Kontakten auf Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-01T08:32:09+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-01T10:49:31+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/kocak-gibt-innenausschuss-sitz-nach-remmo-kontakten-auf-761861/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak zieht Konsequenzen aus der Debatte um seine Kontakte zur Familie Remmo. Er gibt seinen Platz im Innenausschuss ab und räumt Fehler ein. Die Parteiführung distanziert sich von dem Vorfall. ## Rücktritt zur Entlastung der Fraktion Der Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak (Linke) gab seinen Sitz im Innenausschuss auf. „Mir ist wichtig, dass Die Linke ihre Arbeit im Innenausschuss des Deutschen Bundestages unbelastet von der Debatte um meine Person fortsetzen kann. Deshalb gebe ich meinen Sitz im Innenausschuss ab. Ich möchte nicht, dass meine Kolleginnen und Kollegen und ihre wichtige parlamentarische Arbeit durch Angriffe auf meine Person zusätzlich belastet werden“, schrieb er am Mittwoch auf der Plattform X/Twitter. Zudem betonte er, weder kriminell zu sein noch organisierte Kriminalität zu unterstützen. „Im Gegenteil: Ich setze mich dafür ein, dass Neukölln ein sicherer Kiez für alle Menschen ist“. ### Eingeständnis und Kritik an eigenen Kontakten Gleichzeitig räumte Koçak ein: „Ich habe einen Fehler gemacht. Im Umgang mit meinem Kontakt zur Familie Remmo bin ich meinem Selbstverständnis nicht gerecht geworden. Ich war in der konkreten Situation naiv und mit der Situation überfordert. Dafür übernehme ich Verantwortung“. Hintergrund sind veröffentlichte Chat-Nachrichten. Darin schickte Koçak offenbar „Grüße mit Respekt“ an Clan-Oberhaupt Issa Remmo. Zudem bat er dessen Sohn, ein Video seiner Bundestagsrede zu verbreiten. ### Wahlparty-Vorfall und öffentliche Entschuldigung Issa Remmo war zudem auf der Wahlparty der Neuköllner Linken aufgetaucht. Die Parteiführung erklärte, er sei nicht eingeladen gewesen und habe den Raum nach Aufforderung verlassen müssen. Koçak entschuldigte sich öffentlich. Die Berichte hätten die Öffentlichkeit zu Recht verunsichert. „Kontakte von Mandatsträgern zu Personen, die der organisierten Kriminalität zugerechnet werden, sind durch nichts zu rechtfertigen“, so Kocak. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück