# Knorr-Bremse warnt vor EU-Industrie-Schwäche Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-11-03T07:02:05+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-11-03T07:02:08+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/knorr-bremse-warnt-vor-eu-industrie-schwaeche-773738/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Chef des Münchner Autozulieferers Knorr-Bremse, Marc Llistosella, sieht die europäische Industrie in Gefahr. Ohne Kurswechsel drohe der Kontinent in 15 Jahren an Bedeutung zu verlieren. Er empfiehlt der EU, China zu Investitionen einzuladen – allerdings unter klaren Bedingungen für Technologietransfer und lokale Wertschöpfung. ## Europa reagiert zu zögerlich auf China Marc Llistosella, Vorstandsvorsitzender von Knorr-Bremse, übt scharfe Kritik an der bisherigen EU-Politik gegenüber China. "Wenn wir weitermachen wie bisher, sind wir in 15 Jahren weg", sagte er dem Magazin *Politico*. Die Reaktion auf den sogenannten China-Schock sei "zu kurz gesprungen". Llistosella plädiert dafür, dass die EU China zu Investitionen einladen sollte – allerdings nur unter denselben Bedingungen, die für europäische Unternehmen in China gelten. "aber zu den gleichen Bedingungen, zu denen europäische Firmen in China arbeiten dürfen, also mit Joint Ventures und Knowhow-Transfer". Sein Vorschlag zielt auf Technologietransfer ab. "Das haben sie mit uns auch gemacht". ### Subventionen nur mit Local Content Für die Autoindustrie schlägt Llistosella vor, Subventionen nur an Elektroautos mit einem Local-Content-Anteil von 80 Prozent, einschließlich der Batterie, zu vergeben. Damit will er verhindern, dass europäische Fördergelder ohne lokale Wertschöpfung abfließen. Ein besonderes Risiko sieht der Manager im Lkw-Markt. "Der Lkw-Markt in Europa wird sich in den nächsten drei bis fünf Jahren massiv ändern", warnte er. "Bei elektrischen Stadtbussen passiert das schon. Da ist das Einfallstor geöffnet worden.". --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück