# Klingbeil prüft Übergewinnsteuer auf Ölkonzerne zur Pendlerentlastung Datum: 19.03.2026 07:29 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/klingbeil-prueft-uebergewinnsteuer-auf-oelkonzerne-zur-pendlerentlastung-693075/ --- Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) lässt derzeit prüfen, ob eine „Übergewinnsteuer“ auf Krisenprofite der Mineralölkonzerne eingeführt werden kann. Mit den möglichen Einnahmen sollen laut einem Bericht des „Spiegel“ vor allem Berufspendler entlastet werden. Die geplante Abgabe orientiert sich an einer bereits 2022 genutzten Regelung während der Energiekrise. ## Prüfung einer EU-weiten Lösung Lars Klingbeil lässt nach Informationen des Magazins „Spiegel“ die Einführung einer „Übergewinnsteuer“ zusammen mit vergleichbaren Maßnahmen durchrechnen. Profitieren sollen davon insbesondere Berufspendler, wie der „Spiegel“ berichtet. Der Vizekanzler hofft demnach auf eine entsprechende Regelung der EU-Kommission. Deren Aufgabe sei es, „eine für alle 27 Mitgliedstaaten geltende Lösung vorzuschlagen“, heißt es dazu aus dem Ministerium. Schon jetzt spürten viele Menschen deutlich die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Krieges, so die Vertrauten von Klingbeil. Die stark gestiegenen Kraftstoffpreise träfen insbesondere Pendler, Familien und kleine Betriebe hart. ### Anknüpfung an frühere Energiekrisen-Regelung Die geplante „Übergewinnsteuer“ orientiert sich an einer Regelung, die es auf dem Höhepunkt der Energiekrise nach dem Angriff auf die Ukraine durch Russland im Jahre 2022 bereits gab. Damals erhob der Staat bei Preisen, die 20 Prozent höher lagen als der Durchschnittspreis der vorangegangenen zwei Jahre, eine Steuer von 33 Prozent. Die zeitlich begrenzte Maßnahme brachte dem Bund über zwei Milliarden Euro ein. ### Entlastung für Pendler im Blick Klingbeil plant nach Informationen des Magazins, mit den Erlösen der „Übergewinnsteuer“ die Pendlerpauschale anzuheben. Der Finanzminister dürfte darauf hoffen, dass die an diesem Donnerstag in Brüssel zusammenkommenden Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedsländer über das Thema sprechen. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück