# Klingbeil plant Steuerentlastung finanziert durch höhere Reichensteuer Datum: 15.06.2026 11:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/klingbeil-plant-steuerentlastung-finanziert-durch-hoehere-reichensteuer-722664/ --- Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat der Verhandlerrunde von Union und SPD zwei Modelle für eine Reform der Einkommensteuer vorgelegt. Eine Variante sieht laut „Spiegel“ Entlastungen von rund zehn Milliarden Euro vor, die andere Steuererleichterungen von etwa 20 Milliarden Euro. Gegenfinanziert werden soll dies unter anderem durch Veränderungen bei Reichen- und Erbschaftsteuer. ## Zwei Modelle für Steuerentlastungen Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) legt der Verhandlerrunde von Union und SPD nach einem Bericht des „Spiegel“ zwei konkrete Vorschläge für die geplante Reform der Einkommensteuer vor. Wie das Magazin berichtet, sieht die eine Variante eine moderate Entlastung für die Steuerzahler in der Größenordnung von etwa zehn Milliarden Euro vor. Die andere umfasst mit einem Volumen von rund 20 Milliarden Euro eine deutlich größere Entlastung. ### Änderungen bei Spitzen- und Reichensteuersatz Zur Gegenfinanzierung will Klingbeil offenbar den Reichensteuersatz erhöhen, der derzeit bei 45 Prozent liegt und für Alleinstehende ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von rund 280.000 Euro fällig wird, berichtet der „Spiegel“. Als Anreiz für die Union sieht der Plan demnach vor, den Spitzensteuersatz von 42 Prozent erst bei einem deutlich höheren zu versteuernden Einkommen als bisher – derzeit rund 70.000 Euro – greifen zu lassen. ### Erbschaftsteuer und Reaktion des Ministeriums Für die teurere Variante schlägt Klingbeil nach Informationen des „Spiegel“ wohl zusätzlich zu anderen Maßnahmen eine Erhöhung der Erbschaftsteuer vor – noch vor dem erwarteten Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Das Bundesfinanzministerium wollte die Planungen auf Anfrage des Magazins nicht bestätigen. Man berate „weiter in der Koalition vertraulich“ und äußere sich nicht zu Einzelheiten, sagte ein Sprecher. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück