# Klingbeil fordert Preisdeckel und Übergewinnsteuer für Sprit Datum: 11.04.2026 00:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/klingbeil-fordert-preisdeckel-und-uebergewinnsteuer-fuer-sprit-701819/ --- Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil dringt trotz der Absage des Kanzlers auf staatliche Eingriffe zur Entlastung der Autofahrer in Deutschland. Angesichts hoher Benzin- und Spritpreise fordert er Marktinterventionen nach Vorbild anderer europäischer Länder und verweist auf ein Drei-Punkte-Konzept, das auf dem Tisch liege. Zwischen Union und SPD werden über das Wochenende harte Verhandlungen erwartet, da bis Anfang kommender Woche eine Lösung gefunden werden soll. ## Klingbeil fordert Eingriff in den Markt Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil pocht trotz der Absage des Kanzlers auf staatliche Eingriffe zur Entlastung der Autofahrer in Deutschland wegen der hohen Benzin- und Spritpreise. „Das Wirksamste ist gerade der Eingriff in den Markt, das sehen wir in anderen europäischen Ländern“, sagte Klingbeil der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe). „Und ich finde, wir sollten diesen Mut auch haben.“ ### Drei-Punkte-Konzept zur Entlastung Sein Weg liege auf dem Tisch und umfasse drei Schritte. Erstens, eine „Übergewinnsteuer“, die jetzt auch von der Europäischen Kommission geprüft werde. So könne man Krisenprofite abschöpfen und für eine wirkliche Entlastung der Bürger einsetzen, sagte Klingbeil der „Süddeutschen Zeitung“. Zweitens, fordert er eine Absenkung der Energiesteuern, damit schnell etwas an den Zapfsäulen passiere. „Der dritte Punkt ist, dass wir die Preise begrenzen, mit einem flexiblen Höchstpreis für den Liter Benzin und Diesel. Wir brauchen einen Preisdeckel.“ ### Konflikt mit Union und schwierige Verhandlungen Nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) solche Überlegungen strikt ablehnen, werden über das Wochenende harte Verhandlungen zwischen Union und SPD erwartet, da bis zu Beginn der kommenden Woche eigentlich eine Lösung stehen soll. „Ich kann doch niemandem mehr erklären, warum in Belgien, Luxemburg oder Griechenland – alles jetzt keine kommunistischen Länder – die Regierung die Preise begrenzt, während sie bei uns durch die Decke gehen“, sagte Klingbeil der „Süddeutschen Zeitung“. „Diese sehr fragile Waffenruhe führt leider nicht dazu, dass die Preise schnell wieder runtergehen, die Hoffnung mache ich mir gerade nicht.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück