# Klingbeil fordert Ende des Iran-Kriegs und Übergewinnsteuer Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-29T12:02:09+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-29T12:02:14+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/klingbeil-fordert-ende-des-iran-kriegs-und-uebergewinnsteuer-748834/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) macht die USA für die hohen Spritpreise verantwortlich und fordert ein Ende des Iran-Kriegs. Gleichzeitig treibt er eine europäische Übergewinnsteuer voran und verteidigt seinen Kurs trotz Umfrageverlusten der SPD. ## Forderung an die USA und G20-Termin Klingbeil wirft US-Präsident Donald Trump vor, mit dem von ihm gestarteten Iran-Krieg für die hohen Spritpreise verantwortlich zu sein. Das seien die Auswirkungen, die man an den Zapfsäulen spüre, sagte der SPD-Politiker der ARD. „Das ist die wichtigste Botschaft, auch in die USA: Beendet diesen Krieg.“ Kommende Woche wird er als Finanzminister am Treffen mit seinen G20-Kollegen im amerikanischen Asheville teilnehmen. ### Übergewinnsteuer und Tankrabatt Gleichzeitig erhöht Klingbeil den Druck für eine Übergewinnsteuer auf europäischer Ebene. Ölkonzerne würden seiner Meinung nach mit der geopolitischen Situation Gewinne machen. Das Thema steht auf der Tagesordnung des EU-Finanzministertreffens am 19. September in Dublin. Mit Blick auf mögliche Kritik aus der Union verweist er auf Vereinbarungen aus dem Koalitionsausschuss in der Villa Borsig, der das Werben für eine Übergewinnsteuer unterstützt. Das Geld solle an die Bürger weitergegeben werden, etwa durch einen Tankrabatt, wie bereits zwei Monate lang praktiziert. Zudem plädiert er für einen Spritpreisdeckel. „Das ist ein Markteingriff, der gefällt vielen nicht“, so Klingbeil der ARD. ### Kursverteidigung und interne Kritik Der Kurs der SPD kommt bei Wählern und Basis derzeit nicht gut an: Die Partei liegt bundesweit bei 12 Prozent in den Umfragen, während Parteien von Links- und Rechtsaußen die Stimmen junger Wähler in sozialen Netzwerken gewinnen. Klingbeil verteidigt seinen Kurs. "Es ist manchmal vielleicht unsexy, dass man einen Kompromiss verteidigt", so der Parteichef. Kompromisse seien wichtig für die Demokratie, betont er. Er fühle sich in der Verantwortung, dass das Land stabil bleibe. Kritik übt er am Umgang mit internen Papieren. In dieser Woche wurde ein Papier aus dem Finanzministerium geleakt, das eine Besteuerung von Getränken mit Zuckeralternativen wie Cola Zero vorschlägt – eine Idee, die Klingbeil einen Tag später zurückwies. Solche Durchstechereien würden Vertrauen zerstören und die Arbeit in einer Demokratie erschweren. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück