# Kleingärtner fordern Bundesförderung gegen Hitze Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-20T00:52:08+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-20T00:52:13+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/kleingaertner-fordern-bundesfoerderung-gegen-hitze-745281/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Geschäftsführer des Bundesverbands der Kleingartenvereine, Stefan Grundei, verlangt von der Bundesregierung Haushaltsmittel für den Erhalt und Ausbau von Kleingärten. Diese seien kein Luxus, sondern ein wichtiger Teil der Infrastruktur und trügen zu Klimaschutz und Kühlung in Städten bei. Ein geplantes Förderprogramm war zuvor gestrichen worden. ## Kleingärten als Klimaschutzfaktor Kleingärten seien "kein dekoratives Beiwerk und kein Luxusgut, sondern auch ein wertvoller Teil der Infrastruktur", betonte Grundei im Gespräch mit dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland„. „Sie tragen zu Klimaschutz, Biodiversität und Naherholung bei. Für Städte und Ballungsräume haben sie eine wichtige Kühlungsfunktion – weil sie bewässert werden, sogar in höherem Umfang als Parks“. Das müsse die Politik nach der aktuellen Hitzeperiode erkennen. Ein Förderprogramm des Bundes könnte laut Grundei sicherstellen, dass die Gesamtfläche nicht weiter schrumpft. "Ein Förderprogramm des Bundes, wie es schon einmal geplant war, könnte hier einen wertvollen Beitrag leisten". "Damit könnte sichergestellt werden, dass die Gesamtfläche zumindest nicht verkleinert wird. Außerdem kann es einen Anstoß geben, vorhandene Flächen noch intelligenter zu nutzen." ### Hohe Nachfrage, schrumpfende Flächen Dem BKD zufolge gibt es in Deutschland rund 1,2 Millionen Kleingarten-Parzellen – die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich. "Der Bedarf geht weit über den Bestand hinaus". "In Berlin gibt es etwa eine Nachfrage nach weiteren 50.000 Parzellen – zusätzlich zu den bestehenden 64.000 Parzellen. Allerdings ist die Tendenz eher umgekehrt: Der Platz für Kleingärten wird immer geringer." Das Kabinett will auf seiner Klausur kommende Woche über Hitze- und Klimaschutz beraten. Die Haushaltsverhandlungen im Bundestag beginnen Anfang September. SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Wiese regte an, man könne „über die Ausweitung von Schrebergärten nachdenken“. Sie seien „ein Erfolgsmodell der Bundesrepublik Deutschland, sich zusätzlich Rückzugsräume zu schaffen an warmen Tagen“. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück