# Kirschernte 2026 deutlich über Durchschnitt Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-21T08:32:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-21T08:32:10+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/kirschernte-2026-deutlich-ueber-durchschnitt-758269/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die deutschen Obstbaubetriebe haben im Sommer 2026 rund 48.500 Tonnen Süß- und Sauerkirschen geerntet. Das sind 7,8 Prozent mehr als im Zehnjahresdurchschnitt und 3,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders Süßkirschen verzeichneten ein starkes Plus. ## Süßkirschen mit Rekordertrag Die Süßkirschenernte lag bei 38.900 Tonnen und damit 16,2 Prozent oder 5.400 Tonnen über dem Zehnjahresdurchschnitt von 33.500 Tonnen. Bei einer Anbaufläche von 5.600 Hektar ergab sich ein Durchschnittsertrag von 6,9 Tonnen je Hektar. Von der Gesamterntemenge entfielen 80,2 Prozent auf Süßkirschen und 19,8 Prozent auf Sauerkirschen. Die Anbaufläche für Sauerkirschen verringerte sich in den vergangenen zehn Jahren von 2.000 auf 1.500 Hektar, ein Rückgang um 25,8 Prozent. ### Regionale Unterschiede bei Kirschen Baden-Württemberg, das bedeutendste Anbauland mit 2.600 Hektar, erntete 19.100 Tonnen Süßkirschen – ein Plus von 16,7 Prozent gegenüber dem Zehnjahresmittel. Rheinland-Pfalz verzeichnete auf 660 Hektar nur 2.000 Tonnen, ein Rückgang um 37,2 Prozent. Niedersachsen steigerte seine Ernte auf 500 Hektar um 66,0 Prozent auf 6.700 Tonnen. Beim Sauerkirschenanbau lag die Ernte mit 9.600 Tonnen 16,8 Prozent unter dem Durchschnitt. Der Ertrag lag bei 6,4 Tonnen je Hektar und damit nur leicht unter dem Niveau des Zehnjahresdurchschnitts (−1,1 Prozent). Rheinland-Pfalz hat mit 460 Hektar die größte Anbaufläche, gefolgt von Sachsen (300 Hektar) und Baden-Württemberg (240 Hektar). Baden-Württemberg erntete 2.800 Tonnen (+38,1 Prozent), Rheinland-Pfalz 2.100 Tonnen (−46,1 Prozent), Thüringen 1.500 Tonnen (−7,1 Prozent). ### Birnenernte voraussichtlich überdurchschnittlich Die vorläufige Schätzung für die Birnenernte 2026 liegt bei 40.900 Tonnen, 7,7 Prozent über dem Zehnjahresmittel, aber 3,3 Prozent unter dem Vorjahr. Der Ertrag wird bei 19,8 Tonnen je Hektar auf 2.100 Hektar Anbaufläche erwartet. Baden-Württemberg (860 Hektar) trägt mit 18.600 Tonnen 45,4 Prozent der deutschen Ernte bei und liegt 28,1 Prozent über dem Durchschnitt. Bayern (270 Hektar) erwartet 2.700 Tonnen (−45,8 Prozent), Niedersachsen (260 Hektar) 7.100 Tonnen (+14,0 Prozent). --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück