# Kinderschutzbund fordert mehr Schutz im Netz Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-14T10:02:14+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-14T10:02:18+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/kinderschutzbund-fordert-mehr-schutz-im-netz-766585/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die Präsidentin des Kinderschutzbundes, Sabine Andresen, verlangt angesichts des Berichts der Bundesmissbrauchsbeauftragten Kerstin Claus mehr Engagement gegen sexuelle Gewalt im Internet. Besonders dringlich sei der Blick auf den digitalen Raum, betont sie. ## Bericht der Aufarbeitungskommission als wichtiger Schritt "Dass die Aufarbeitungskommission nun erstmals einen eigenen Bericht direkt an Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung vorlegt, ist ein wichtiger Schritt", sagte Andresen dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Die Erfahrungen der Betroffenen dürften nicht länger nur dokumentiert werden, sondern müssten politische Konsequenzen haben. ### Mehr als 3.000 Betroffene in zehn Jahren Mehr als 3.000 Menschen haben der Kommission in den vergangenen zehn Jahren ihre Geschichte anvertraut. Daraus erwächst eine Verantwortung für die Politik, aber auch für die Institutionen, in denen Kinder und Jugendliche sexualisierte Gewalt erfahren haben. Die Bundesmissbrauchsbeauftragte Claus hatte den ersten Bericht nach der gesetzlichen Verankerung ihres Amtes im vergangenen Jahr am Dienstag zusammen mit der unabhängigen Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs präsentiert. ### Gefahren durch digitale Plattformen und KI Sexualisierte Gewalt gegen Kinder findet längst auch über Chats, soziale Netzwerke und digitale Plattformen statt, erklärte Andresen. Durch künstliche Intelligenz entstehen zusätzliche Gefahren, etwa wenn aus harmlosen Kinderfotos sexualisierte Darstellungen erzeugt werden. Man dürfe die Verantwortung für den Schutz davor nicht allein Kindern und Eltern überlassen. Die Anbieter müssten verpflichtet werden, ihre Plattformen von vornherein sicher zu gestalten und konsequent gegen sexualisierte Gewalt vorzugehen, forderte sie. "Kinder haben ein Recht darauf, sich auch im digitalen Raum sicher bewegen und an ihm teilhaben zu können." --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück