# Kiesewetter und Strack-Zimmermann fordern harte Reaktion auf Drohnenangriff Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-01T09:12:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-01T09:12:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/kiesewetter-und-strack-zimmermann-fordern-harte-reaktion-auf-drohnenangriff-750009/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff am Flughafen Leipzig/Halle verlangen der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter und die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann schärfere Maßnahmen gegen Russland. Sie fordern unter anderem NATO-Beratungen und automatische EU-Sanktionen. ## Forderungen nach Druck auf Russland und NATO-Artikel 4 Das Ziel möglicher Maßnahmen müsse sein, maximal wirksam Druck auf Russland auszuüben, sagte Kiesewetter dem "Handelsblatt". Die Bundesregierung solle "den politisch bequemen Weg der Beschwichtigung" verlassen und klar benennen, dass sich Russland mit Europa im Krieg sehe. Zudem verlangte er die Aktivierung von Artikel 4 des NATO-Vertrags, der bei äußerer Gefährdung Beratungen der Verbündeten vorsieht. Auch die russische Schattenflotte müsse strenger kontrolliert werden. ### Taurus-Lieferungen und Schließung des Russischen Hauses Kiesewetter forderte, ukrainische Soldaten an Taurus-Marschflugkörpern der Bundeswehr auszubilden und die Waffen an die Ukraine zu liefern. Dies wäre eine "besonders wirksame und glaubwürdige Reaktion". Das Russische Haus in Berlin müsse unverzüglich geschlossen werden, so Kiesewetter. Das allein genüge jedoch nicht als Antwort auf "Russlands Staatsterrorismus, der katastrophale Folgen hätte haben können". Strack-Zimmermann verlangte ein europäisches Sanktionsregime mit automatischer Reaktion auf Sabotage. Europa brauche kein 22. Sanktionspaket "in gemütlichem Tempo", sagte sie dem "Handelsblatt". "Abschreckung funktioniert nur, wenn der Preis feststeht, bevor die Drohne fliegt, nicht danach." Zudem müsse die EU das eingefrorene russische Staatsvermögen für die Ukraine einsetzen. Ein erster Anlauf war im Dezember im EU-Rat am Widerstand Belgiens und weiterer Länder gescheitert. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück