# KI im Kinderalltag: Chancen und hohe Risiken Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-04T11:32:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-04T11:32:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/ki-im-kinderalltag-chancen-und-hohe-risiken-762898/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Künstliche Intelligenz ist laut einer Studie von SOS-Kinderdörfern weltweit und Terre des Hommes bereits tief im Alltag junger Menschen verankert. Die Organisationen warnen vor Fehlinformationen, Abhängigkeit und kommerzieller Ausbeutung – sehen aber auch Chancen. ## KI prägt unsichtbar den Alltag von Kindern "bereits tief im Alltag junger Menschen verankert" – so die gemeinsame Studie der beiden Kinderrechtsorganisationen, über die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" berichten. Sie prägt Bildung, soziale Medien, Suchmaschinen, Unterhaltung und kreative Tools, "sodass junge Menschen routinemäßig mit ihr interagieren, bevor sie sie benennen können". "Dieselben Gestaltungsmerkmale, die Personalisierung, Kreativität und Barrierefreiheit ermöglichen, bergen zugleich die Gefahr von Fehlinformationen, Voreingenommenheit, Abhängigkeit und kommerzieller Ausbeutung". ### Schutzmaßnahmen hinken hinterher Die Risikobelastung übersteigt laut Studie die Schutzmaßnahmen. Experten bewerteten die "Exposition von Kindern und den potenziellen Schaden als hoch, während technische, institutionelle und regulatorische Schutzmaßnahmen weiterhin unzureichend sind", warnen die Studienautoren. "Während Tech-Firmen die Entwicklung von KI-Anwendungen mit unvorstellbaren Summen vorantreiben, hinkt die gesetzliche Regulierung zunehmend hinterher. Um die Risiken für Kinder durch KI zu senken, müssen wir umfassende Maßnahmen ergreifen." Kinderschutz bedeute aber nicht nur, Risiken zu reduzieren. "Kinder und Jugendliche brauchen Kompetenzen, um digitale Räume kritisch, sicher und selbstbewusst nutzen zu können", sagte die Vorständin der SOS-Kinderdörfer weltweit, Sabina Schutter, den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. ### Forderungen an Politik und Entwickler Joshua Hofert, Vorstandssprecher von Terre des Hommes, erklärte: „Kinder wachsen nicht neben KI auf, sondern mit ihr. Doch während Tech-Konzerne Milliarden verdienen, bleiben junge Menschen häufig schutzlos – insbesondere gegenüber Deepfakes, manipulativen Algorithmen und emotionaler Abhängigkeit.“ Deshalb müsse Kindesschutz von Anfang an Teil jeder KI-Anwendung sein. "Wir brauchen verbindliche Standards für Safety by Design, eine wirksame Alterskontrolle und die systematische Beteiligung von Kindern an KI-Regulierung". --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück