# KI bedroht Bürojobs, Handwerk bleibt auf dem Arbeitsmarkt stabil Datum: 02.05.2026 01:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/ki-bedroht-buerojobs-handwerk-bleibt-auf-dem-arbeitsmarkt-stabil-708113/ --- Mit der zunehmenden Verbreitung sogenannter „Künstlicher Intelligenz“ (KI) verschiebt sich der Arbeitsmarkt zulasten klassischer Büro- und Verwaltungsberufe, während handwerkliche Tätigkeiten vergleichsweise stabil gefragt bleiben. Das geht aus einer Auswertung des Stellenmarktforschers Index hervor, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet. ## Rückgang bei Büro- und Verwaltungsjobs Der Stellenmarktforscher Index hat laut „Welt am Sonntag“ eine breite Analyse des Arbeitsmarkts vorgenommen. Demnach ist die Zahl der ausgeschriebenen Stellen in Büro- und Verwaltungsberufen zuletzt deutlich gesunken. Im Sekretariat und Office Management lag das Minus bei 22 Prozent, im Personalwesen bei 19 Prozent. Im Bau, Handwerk und im Bereich Umwelt fiel der Rückgang mit 14 Prozent deutlich geringer aus. Noch klarer zeigt sich der Trend laut der Auswertung bei den Tätigkeitsprofilen, die von Industrieunternehmen ausgeschrieben werden: 2025 brach die Zahl offener Stellen für Geschäftsführer um 30 Prozent ein und für akademische Fachkräfte um 22 Prozent, aber bei Fachkräften mit Berufsausbildung betrug das Minus nur acht Prozent. ### Breite Datengrundlage und Einfluss von KI Die Daten von Index basieren nach Angaben der „Welt am Sonntag“ auf einer Analyse von 197 Printmedien, 321 Onlinebörsen, dem Stellenportal der Bundesagentur für Arbeit sowie rund 969.000 Firmenwebsites. Die Auswertung deutet darauf hin, dass Berufe mit hohem Anteil an Routinetätigkeiten stärker unter Druck geraten. Neben Konjunktureffekten scheint laut „Welt am Sonntag“ auch der Einsatz generativer KI eine Rolle zu spielen. „Akademiker sind nicht mehr immun“, sagte Enzo Weber, Forschungsbereichsleiter am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der „Welt am Sonntag“. Gleichzeitig sei die Lage grundsätzlich angespannt. „In der aktuellen Konjunkturkrise gibt es insgesamt wenig neue Jobs“, so Weber gegenüber der Zeitung. ### Handwerk sieht Chancen Vertreter des Handwerks sehen in der Entwicklung laut „Welt am Sonntag“ dennoch eine Chance. Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), sagte der Zeitung, während KI zunehmend standardisierte Tätigkeiten im Büro- und Wissensbereich übernehme, wachse zugleich die Nachfrage nach dem, was sie nicht leisten könne: handwerkliches Können, Erfahrung und Verantwortung. „KI treibt das Handwerk um“, sagte auch Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), der „Welt am Sonntag“. Viele junge Menschen prüften ihre beruflichen Optionen neu und entdeckten dabei auch die Stabilität handwerklicher Tätigkeiten. „Es gibt keinen Automatismus: KI kommt und alle gehen ins Handwerk“, so Esser. Dennoch schärfe die Entwicklung den Blick für die Sicherheit praktischer Berufe. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück