# KfW-Studie: Deutschland kann Wachstum steigern Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-08T13:32:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-08T13:32:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/kfw-studie-deutschland-kann-wachstum-steigern-753178/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Trotz jahrelanger Stagnation sieht die KfW realistische Chancen für dauerhaft mehr Wachstum in Deutschland. Ein Potenzial von über einem Prozent jährlich sei im kommenden Jahrzehnt möglich – vorausgesetzt, Produktivität, Kapital und Arbeit werden gezielt gestärkt. Seit 2015 war das Wachstum von knapp zwei Prozent auf nur noch leicht über null gefallen. ## Produktivität als zentraler Hebel Der wichtigste Ansatzpunkt liege in einer neuen Dynamik beim Produktivitätswachstum, so ein Zwölf-Punkte-Papier der KfW. Künstliche Intelligenz und Digitalisierung müssten schneller und breiter in Unternehmen genutzt werden. Zudem sollten digitale Innovationsprojekte leichter finanzierbar und neue Technologien rascher in Mittelstand und Großindustrie skaliert werden. Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW, betonte, Deutschland brauche kein „ökonomisches Wunder“, sondern eine „überzeugende Strategie“ für dauerhaftes Wachstum. ### Mehrere Dimensionen für nachhaltiges Wachstum Das Zwölf-Punkte-Papier verdichte die Analyse und benenne zentrale Hebel, um Deutschland aus der strukturellen Wachstumsschwäche zu führen. Wachstum entstehe durch bessere Rahmenbedingungen für Investitionen, eine wettbewerbsfähige Energieversorgung, die Sicherung von Fach- und Arbeitskräften, ein innovationsfreundlicheres Umfeld sowie eine stärkere europäische und internationale Einbettung der Wirtschaft. KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher warb für intelligente und wirksamere Regulierung sowie den Abbau von Bürokratie. KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher sagte: „Jede neue Regel sollte darauf geprüft werden, ob sie ihren Zweck erreicht, wie hoch ihre Folgekosten sind und ob sie unternehmerische Initiative unnötig einschränkt“. Eine schlanke Verwaltung sei kein Nebenaspekt, sondern ein harter Standortfaktor. KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher sagte: „Gezielte Reformanstrengungen führen zur nachhaltigen Wiederbelebung des Wachstums und Wiedererlangung der technologischen Wettbewerbsfähigkeit.“ --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück