# KBV-Chef Gassen widerspricht Merz zu Privatpatienten Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-22T12:12:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-22T12:12:10+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/kbv-chef-gassen-widerspricht-merz-zu-privatpatienten-758770/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, weist die Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz zum Umgang mit Privat- und Kassenpatienten zurück. Er verweist auf die Folgen des geplanten Spargesetzes ab 2027 und warnt vor einer Abschaffung der privaten Krankenversicherung. ## Kritik an Spargesetz und Praxisanpassungen Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, sagte der Rheinischen Post: "Es ist offenbar der Ausdruck einer gewissen politischen Orientierungslosigkeit, wenn der Bundeskanzler nun plötzlich eine vermeintliche Gerechtigkeitslücke zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung entdeckt". Mögliche künftige Unterschiede in der Versorgung seien laut Gassen auf das rigide Spargesetz der Bundesregierung zurückzuführen. Ab 2027 sollen demnach rund drei Milliarden Euro für die ambulante Versorgung gesetzlich Versicherter gestrichen werden. Zudem kritisierte er, die Politik zwinge die Praxen, ihre Abläufe und ihr Leistungsangebot anzupassen. ### Keine qualitativen Unterschiede, aber Komfortfragen "Bisher gab es in Deutschland keine qualitativen Unterschiede in der Versorgung gesetzlich und privat Versicherter." Beklagt würden, wie so oft, Komfortunterschiede. "Eine schnelle Terminvergabe bei medizinisch dringlichen Anlässen bei gesetzlich versicherten Patienten befürworten wir ausdrücklich. Dafür haben wir schnell umzusetzende Vorschläge, die der Bundesgesundheitsminister nur aufgreifen muss." ### Warnung vor Abschaffung der Privaten "Die private Krankenversicherung abzuschaffen, war bisher eher eine Idee der politischen Linken, die ja auch in Enteignungen ihr Heil suchen will. Probleme löst beides nicht, von rechtlichen, finanziellen und zeitlichen, eigentlich unüberwindlichen Hürden einmal abgesehen." --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück