Nach dem Sinken des Rohölpreises infolge des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran fordert der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, schnelle Preissenkungen an den Tankstellen. Sinkende Kosten auf den Weltmärkten müssten sich nach seiner Einschätzung zügig an den Zapfsäulen bemerkbar machen.
Bundeskartellamt erwartet schnelle Reaktion der Mineralölkonzerne
Präsident des Bundeskartellamts Andreas Mundt erwartet nach dem Rückgang der Rohölpreise infolge des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran rasche Entlastungen für Autofahrer. „Sinkende Rohölpreise sind ein klares Signal – und sie sollten sich auch zeitnah an der Zapfsäule widerspiegeln“, sagte Mundt dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe).
Mundt verwies darauf, dass sich zuletzt ein deutliches Muster gezeigt habe: „Preiserhöhungen wurden sehr schnell weitergereicht. Es wäre nur folgerichtig, wenn das in die andere Richtung genauso gilt.“ Seine Erwartung begründet er auch mit der Entwicklung der Kraftstoffpreise in Deutschland nach Beginn des Iran-Kriegs. „In anderen Ländern gibt es zum Teil vertragliche oder regulatorische Regelungen, die Preisanpassungen stärker verzögern“, sagte er dem „Handelsblatt“.
Neue Vorgaben für Tankstellen noch nicht gescheitert
Trotz der stark gestiegenen Preise für Benzin und Diesel sieht Mundt die neuen Vorgaben für Tankstellen weiterhin im Rennen. „Ob die Regelung eine preisdämpfende Wirkung hat, werden wir erst später beurteilen können“, sagte er in dem „Handelsblatt“.
Wesentlich sei aus Sicht des Präsidenten des Bundeskartellamts, dass die neue Regelung das ständige Auf und Ab der Preise mit bis zu 50 Änderungen am Tag begrenze. „Die Verbraucher werden langfristig davon profitieren, dass sie Preise besser vergleichen und Tankentscheidungen fundierter treffen können.“ In weniger aufgeregten Zeiten würden das alle zu schätzen wissen, sagte Mundt dem „Handelsblatt“.
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