# Kanzleramt prüft Milliardenkürzungen bei Hilfen für Kinder und Behinderte Datum: 16.04.2026 13:29 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/kanzleramt-prueft-milliardenkuerzungen-bei-hilfen-fuer-kinder-und-behinderte-703670/ --- Im Kanzleramt berät eine Arbeitsgruppe aus Bund, Ländern und Kommunen über mögliche Einsparungen im Sozialbereich. Im Zentrum stehen Leistungen für Menschen mit Behinderung sowie Kinder und Jugendliche, die Förderung und Unterstützung benötigen, berichtet der "Spiegel". ## Vorschlagsbuch mit Sparideen in Milliardenhöhe In einem Ende März entstandenen 108-seitigen „Vorschlagsbuch“ finden sich dem „Spiegel“ zufolge mehr als 70 konkrete Ideen für Einsparungen im Umfang von mindestens 8,6 Milliarden Euro. Die Arbeitsgruppe tagt demnach im Kanzleramt und befasst sich mit Sozialleistungen, die insbesondere Menschen mit Behinderung sowie förderbedürftige Kinder und Jugendliche betreffen. Zu den aufgeführten Vorschlägen zählen laut „Spiegel“ Eingriffe beim Unterhaltsvorschuss. So fordern etwa die kommunalen Spitzenverbände, den Unterhaltsvorschuss nur noch für unter 13-Jährige und längstens 72 Monate zu gewähren. Diese Maßnahme würde dem Bericht zufolge Einsparungen von einer Milliarde Euro bringen. ### Vorschläge zu Schulassistenzen und Integrationshelfern Weitere Einsparideen beziehen sich nach den Informationen des „Spiegel“ auf Schulassistenzen und schulische Integrationshelfer. In dem „Vorschlagsbuch“ sind demnach mehrere Varianten vermerkt, die bis hin zur völligen Abschaffung dieser Unterstützungsangebote reichen. Das mögliche Sparvolumen in diesem Bereich beziffert der Bericht auf drei Milliarden Euro. ### Scharfe Kritik von Sozialverband Scharfe Kritik an den Überlegungen kommt vom Paritätischen Gesamtverband. Hauptgeschäftsführer Joachim Rock bezeichnete die Liste der Sparideen als massiven Rückschritt. Die Liste sei „ein Angriff auf Errungenschaften, die elementar für soziale Teilhabe sind und die über Jahrzehnte erkämpft wurden“, sagte Rock dem „Spiegel“ zufolge. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück