# Kaiser fordert Grunderbe gegen Ost-West-Ungleichheit Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-30T01:22:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-30T01:22:08+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/kaiser-fordert-grunderbe-gegen-ost-west-ungleichheit-761416/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), sieht nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes Handlungsbedarf beim Ost-West-Gefälle bei Erbschaften und Schenkungen. Sie schlägt ein Grunderbe und eine gerechtere Besteuerung großer Vermögen vor. ## Deutliche Unterschiede bei Vermögensübertragungen "Die neuen Zahlen zeigen sehr deutlich, wie unterschiedlich die materiellen Ausgangsbedingungen in Ost und West noch immer sind", sagte die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Mittwochsausgaben). Wer wenig oder nichts erbe, müsse sich finanzielle Sicherheit und Vermögen stärker selbst aufbauen. ### Forderungen: Grunderbe und Steuerreform "Das beeinflusst ganz konkret, welchen Spielraum Menschen haben – für Wohneigentum, eine Gründung, Weiterbildung oder einen beruflichen Neuanfang", so Kaiser weiter. "Die Frühstartrente ist ein erster wichtiger Schritt. Wenn sich aber die Startbedingungen für junge Menschen heute schon grundsätzlich ändern sollen, braucht es mehr. Ein Grunderbe, zum Beispiel, kann jungen Menschen unabhängig vom Elternhaus eigenes Startkapital geben. Und wir müssen darüber sprechen, wie große Erbschaften künftig gerechter besteuert werden". ### Aktuelle Daten unterstreichen Ungleichgewicht Bei steuerpflichtigen Erbschaften und Schenkungen gibt es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes deutliche Unterschiede zwischen Ost und West. Im Jahr 2025 entfielen 95 Prozent des Gesamtwerts der steuerlich berücksichtigten Vermögensübertragungen auf die westlichen Bundesländer – bei einem Bevölkerungsanteil von 81 Prozent. Die ostdeutschen Länder mit 19 Prozent der Bevölkerung erhielten nur 5 Prozent des Gesamtwerts. Kaiser legt am Mittwoch ihren Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit vor. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück