# Jugendliche fordern Altersgrenzen für Social Media Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-27T19:46:52+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-27T19:46:52+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/jugendliche-fordern-altersgrenzen-fuer-social-media-748246/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- TK-Umfrage: 55 Prozent der 12- bis 17-Jährigen für Einschränkungen Eine aktuelle Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, dass viele Jugendliche selbst für strengere Regeln bei sozialen Medien plädieren. 47 Prozent der 12- bis 17-Jährigen sprechen sich für eine Altersgrenze aus, im Schnitt ab 14 Jahren, wie die ZEIT und die WELT berichten. Weitere acht Prozent würden soziale Medien für Minderjährige komplett verbieten. Damit unterstützen insgesamt 55 Prozent der Befragten Einschränkungen, während 39 Prozent dagegen sind. Trotz dieser Forderung bewerten 80 Prozent der Jugendlichen soziale Netzwerke als eher positiv für ihr Wohlbefinden. ## Längere Nutzung verstärkt psychische Beschwerden Die Umfrage offenbart jedoch auch deutliche Zusammenhänge zwischen Nutzungsdauer und psychischen sowie körperlichen Beschwerden. Jugendliche, die täglich vier oder mehr Stunden in sozialen Medien verbringen, berichten deutlich häufiger von schlechter Laune (49 Prozent) als solche mit ein bis zwei Stunden Nutzung (20 Prozent), wie sowohl die ZEIT als auch die WELT übereinstimmend festhalten. Auch Unsicherheit, Gereiztheit und Erschöpfung nehmen mit der Nutzungsdauer zu. Körperliche Beschwerden wie Schlafprobleme, Kopfschmerzen oder gereizte Augen werden ebenfalls häufiger genannt. ### Jugendliche fordern Verbot von Werbung und Fake-Inhalten Am meisten stören sich die Jugendlichen an Werbung (57 Prozent) und Fake-Inhalten (52 Prozent), gefolgt von Zeitverlust (36 Prozent), Mobbing (35 Prozent) und unangemessenen Bildern (31 Prozent). Die WELT betont zudem, dass Mädchen (60 Prozent) und ältere Jugendliche (68 Prozent der 16- bis 17-Jährigen) häufiger für ein Verbot plädieren als Jungen oder jüngere Befragte. ### Jugendliche wünschen sich mehr Medienbildung in Schulen Um einen gesünderen Umgang mit sozialen Medien zu fördern, wünschen sich die Jugendlichen konkrete Maßnahmen: 48 Prozent fordern Lernvideos zu den Gefahren auf den Plattformen, 46 Prozent Medienscouts in Schulen und 43 Prozent mehr Austausch mit Eltern, wie die ZEIT und das ZDF berichten. Nur zwölf Prozent geben an, keine Unterstützung zu benötigen. ### Intensive Social-Media-Nutzung als Gesundheitsrisiko Die TK-Umfrage wurde im April und Mai 2026 vom Institut eye square durchgeführt und umfasst 1.400 repräsentativ ausgewählte Jugendliche. TK-Vorstandschef Jens Baas betont, dass intensive Nutzung ein Gesundheitsrisiko darstellen kann, und fordert sowohl Medienkompetenz als auch mehr Verantwortung der Plattformanbieter, wie die WELT und das ZDF übereinstimmend zitieren. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück