# Judit Polgár: Netflix-Doku soll mehr Mädchen zum Schach bringen Datum: 15.02.2026 16:50 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/judit-polgar-netflix-doku-soll-mehr-maedchen-zum-schach-bringen-683730/ --- Die ungarische Schach-Ikone Judit Polgár setzt große Hoffnungen in die neue Netflix-Dokumentation über ihre Karriere. Der Film soll nach ihren Worten vor allem Mädchen ermutigen, Schach zu spielen und hohe Ziele zu verfolgen. ## Netflix-Dokumentation über außergewöhnliche Karriere Judit Polgár hofft, dass die neue Netflix-Dokumentation über ihre Laufbahn viele junge Zuschauerinnen erreicht. „Ich freue mich darauf, dass mehr Mädchen Schach spielen und mehr Mädchen den großen Traum verfolgen, die besten Schachspielerinnen zu werden, die sie sein können“, sagte sie dem „Spiegel“. „Ich hoffe, Eltern und Trainer davon zu überzeugen, dass talentierte Mädchen Unterstützung verdienen und ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Schach ist für alle da“, erklärte Polgár laut „Spiegel“ weiter. Am 6. Februar erschien auf der Streamingplattform Netflix die Dokumentation „Die Königin des Schachs“. Der Film erzählt von Judit Polgárs Aufstieg an die Spitze der Schachwelt, wie sie sich in der von Männern geprägten Welt durchsetzt und schließlich als erste Frau der Geschichte den besten Spieler in der Weltrangliste, Garri Kasparow, besiegt. ### Einzigartige Erfolge und aktuelle Lage im Spitzenschach Judit Polgár ist die beste Schachspielerin der Geschichte, als erste und bislang einzige Frau erreichte sie die Top 10 der gemischten Weltrangliste und spielte in einem Kandidatenturnier zur offenen Weltmeisterschaft. Heute befindet sich keine Frau mehr in den Top 100 der Weltrangliste. ### Forderung nach Abschaffung spezieller Frauentitel Polgár setzt sich nun dafür ein, dass der Weltschachverband eigens für Frauen eingeführte Titel wie „Frauen-Großmeisterin“ wieder abschafft. „Die große Frage ist: Woran liegt es, dass es keine Frauen mehr gibt, die in meine Fußstapfen treten? Ich denke, eines der Probleme ist, dass alle zu niedrige Ansprüche haben“, sagte Polgár dem „Spiegel“ im vergangenen Jahr. „Alle wollen immer den leichten Weg gehen, das ist menschlich. Wenn wir also Mädchen sagen, dass sie den leichteren Weg gehen können und dafür auch mit Titeln belohnt werden, dann nehmen sie natürlich den leichteren Weg.“ In der Schule gebe es aber auch keine nach Mädchen und Jungen getrennten Noten oder Abschlüsse. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück